Zinsskandal: Großbanken einigen sich mit Klägern

Zinsskandal: Großbanken einigen sich mit Klägern

, aktualisiert 04. Mai 2016, 09:29 Uhr
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Die US-Bank JP Morgan einigt sich außergerichtlich mit Investoren und zahlt 52 Millionen Dollar.

Quelle:Handelsblatt Online

Sieben Finanzhäuser, darunter auch die Deutsche Bank, zahlen institutionellen Investoren insgesamt 324 Millionen Dollar. Damit ist die US-Klage wegen Manipulation eines Referenzzinssatzes für sie vom Tisch.

FrankfurtMehrere Pensionsfonds und Kommunen hatten 14 Banken vorgeworfen, den Wettbewerb auf dem Markt für sogenannte Zinsswaps behindert zu haben. Sie sollen den viel beachteten Marktindex Isdafix jahrelang zu ihren Gunsten beeinflusst haben. Jetzt legten sieben große Banken in den USA eine Klage wegen dieser angeblichen Zinsmanipulationen außergerichtlich bei. Deutsche Bank, Credit Suisse und fünf weitere Banken zahlen insgesamt 324 Millionen Dollar, wie am Dienstag bekannt wurde. Die Klage gegen sieben weitere Großbanken, darunter die UBS, läuft weiter.

Im Rahmen des Vergleichs zahlt JP Morgan 52 Millionen Dollar. Auf die Deutsche Bank, Bank of America, Credit Suisse und Royal Bank of Scotland (RBS) entfallen jeweils 50 Millionen Dollar, Citigroup überweist 42 Millionen Dollar und Barclays entrichtet 30 Millionen Dollar. Der Vergleich muss von einem Gericht noch genehmigt werden.

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Nach Angaben der Kläger dauert der Rechtsstreit mit BNP Paribas, Goldman Sachs, HSBC, Morgan Stanley, Nomura, UBS, Wells Fargo und dem Brokerhaus ICAP an. BNP Paribas, HSBC, Morgan Stanley und UBS lehnten eine Stellungnahme ab. Von den anderen Banken, gegen die die Klage weiterläuft, war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Vor einem Bundesgericht in Manhattan sind noch zahlreiche weitere Klagen wegen angeblicher Manipulationen von Zinsen, Wertpapier- oder Rohstoffpreisen anhängig.

Quelle:  Handelsblatt Online
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