Zweiter Teil: Deutsche Bank fällt durch Stresstest der Fed

Zweiter Teil: Deutsche Bank fällt durch Stresstest der Fed

, aktualisiert 30. Juni 2016, 00:17 Uhr
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Die Zwillingstürme der Deutschen Bank in Frankfurt am Main: Die US-Niederlassung ist im zweiten Teil des Stresstests der Fed das zweite Jahr in Folge durchgefallen.

Quelle:Handelsblatt Online

Zum zweiten Mal in Folge ist die amerikanische Niederlassung der Deutschen Bank im zweiten Teil des Fed-Stresstests durchgefallen. Grund sind Schwächen bei der Kapitalplanung. Auch eine andere Bank muss nachbessern.

WashingtonDie US-Tochter der Deutschen Bank ist erneut durch den Stresstest der amerikanischen Notenbank gefallen. Die Federal Reserve begründete dies am Mittwoch nach Börsenschluss mit „qualitativen Bedenken“ besonders beim Risikomanagement und bei internen Kontrollen. Die Fed hatte das Institut bereits mehrfach kritisiert und es schon 2015 wegen seines Risikomanagements durchfallen lassen.

Die Aufseher schreiben in ihrem Bericht nun, sie widersprächen dem Kapitalplan der Deutschen Bank zum einen wegen umfassender und substanzieller Schwächen. Als zweiten Grund gab die Fed an, die Bank habe unzureichende Fortschritte darin gemacht, diese Schwächen auszumerzen und den Erwartungen der Aufseher zu genügen.

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Auch die US-Gesellschaft der spanischen Banco Santander bestand den Test nicht. Morgan Stanley wurde nur unter Vorbehalt durchgewunken und hat bis zum 29. Dezember Zeit, die „Schwächen in seinen Prozessen“ abzustellen. Alle anderen 30 Großbanken erhielten grünes Licht.

Für die Finanzinstitute geht es bei den Tests um Milliarden. Vom Urteil der Aufseher hängen unter anderem Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe ab.

Die Stresstests der US-Notenbank sollen sicherstellen, dass sich eine schwere Finanzkrise wie nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers vor bald acht Jahren nicht wiederholt. Seitdem müssen sich die großen Banken schärferen Kontrollen und Regeln unterwerfen.

Dazu gehört, dass die Fed die Kapitalausstattung und die internen Abläufe bei den Banken unter die Lupe nimmt. Die Fed prüft die Robustheit der Banken, indem sie ein Krisenszenario durchspielt.

Die sogenannten CCAR-Ergebnisse wurden am Mittwoch veröffentlicht, nachdem in der Vorwoche alle 33 getesteten Banken die erste Stufe bestanden hatten. Der CCAR-Test ist aber detaillierter. CCAR steht für Comprehensive Capital Analysis Review.

Quelle:  Handelsblatt Online
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