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++ Davos-Blog Tag 2 ++ Die Welt wartet auf Angela Merkel

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos diskutieren Staatslenker und CEOs über globale Herausforderungen. Der Mittwoch steht im Zeichen des Merkel-Besuchs. Hauptthema ist heute die Zukunft von Europäischer Union und Euro.

In dem idyllischen Schweizer Alpenort treffen sich Wirtschaftslenker und Staatschefs.

DavosUm 14:20 Uhr spricht die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der 48. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos. Bis zum Freitag diskutieren etwa 3000 Spitzenpolitiker, Wirtschaftsbosse und Wissenschaftler in dem Schweizer Wintersportort über Antworten auf politische, soziale und wirtschaftliche Probleme. Die Ereignisse des zweiten Tags finden Sie hier im Newsblog zum Nachlesen.

+++ Angela Merkel in Davos erwartet +++

Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel heute Abend aus dem verschneiten Davos wieder abreist, ist US-Präsident Donald Trump noch gar nicht da. Die beiden verpassen sich auf dem Weltwirtschaftsforum nur um wenige Stunden. Bis zu ihrer fünften Begegnung – nach einem Besuch Merkels im Weißen Haus und drei Gipfeltreffen – wird es also noch ein paar Wochen dauern. Stattdessen stattet Merkel der wichtigsten wirtschaftspolitischen Konferenz weltweit ihren Besuch an dem Tag ab, an dem sich dort die europäische Prominenz tummelt. Der französische Präsident Emmanuel Macron ist da, der italienische Ministerpräsident Paolo Gentilioni wird erwartet und auch der spanische König Felipe VI. Da will Merkel nicht fehlen. Es ist einer ihrer wenigen Ausflüge in die Weltpolitik in jüngerer Vergangenheit. Der zähe Prozess der Regierungsfindung nach der Bundestagswahl im September bindet sie an Berlin. Doch nach dem Ja der SPD zu Koalitionsverhandlungen ist die Regierungsbildung nach einer viermonatigen, quälenden Hängepartie erstmals in geordneten Bahnen. Wahrscheinlich ab Freitag wird es Koalitionsverhandlungen geben, auf die auch die europäischen Partner warten.

Das Zeitfenster, bis es losgeht, will Merkel für ein Signal ins Ausland nutzen: Ja, wir sind noch da, und wir wollen ein starkes Europa. Zwei Jahre war Merkel nicht in Davos – doch nach einem Jahr der Abschottungspolitik Trumps und angesichts nationalistischer Tendenzen auch in vielen Ländern Europas will sie nun die Bühne nicht den Spaltern dieser Welt überlassen. Ihre Botschaft in Davos wird eine für Mulilateralismus und Zusammenhalt sein.


+++ Gut 1000 Menschen demonstrieren in Zürich gegen Trump +++

„Trump hau ab“: Etwas mehr als 1000 Menschen haben in Zürich gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) und vor allem die Teilnahme von US-Präsident Donald Trump protestiert. Die Demonstranten hielten am Dienstagabend Schilder mit Losungen gegen Trump und das WEF hoch und entzündeten bengalische Fackeln. Die Präsidentin der Schweizer Jungsozialisten, Tamara Funiciello, kritisierte das WEF sei „keineswegs friedensstiftend“. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, es blieb aber zunächst ruhig. Die Zürcher Stadtpolizei hatte die Kundgebung genehmigt. Eine Demonstration gegen das WEF in Davos war von der Graubündner Gemeinde zuvor abgelehnt worden. Zur Begründung hatte es geheißen, aufgrund des starken Schneefalls der vergangenen Tage gebe es in dem Alpenort kaum Platz.

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