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3,9 Prozent Arbeitslosigkeit Neue Daten zeigen wie stark der US-Arbeitsmarkt ist

Die Zahl der Beschäftigten in den USA steigt stetig. Auch die Inflation dürfte dadurch an Auftrieb gewinnen.

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US-Arbeitsmarkt: Arbeitslosigkeit fällt unter vier Prozent Quelle: dpa

Washington Der robuste Wirtschaftsaufschwung sorgt weiter für einen Job-Boom in den USA. Im April fiel die Arbeitslosenquote auf 3,9 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. So niedrig war die Arbeitslosenquote zuletzt Ende 2000 gewesen.

Analysten wurden von der Stärke des Rückgangs überrascht. Sie hatten zwar eine niedrigere Arbeitslosenquote erwartet, waren aber von 4,0 Prozent ausgegangen. Im März hatte die Quote noch bei 4,1 Prozent gelegen.

Gleichzeitig sind allerdings weniger Stellen geschaffen worden als erwartet. Im April seien 164.000 neue Jobs entstanden, doch Experten hatten mit 192.000. Dass die Arbeitslosigkeit dennoch stärker fällt als erwartet, hängt mit der Berechnungsmethode zusammen. So wird die Quote zum Beispiel nur auf Basis der Arbeitssuchenden berechnet. Wer nicht aktiv auf der Suche ist, zählt nicht als arbeitslos.

Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung lag in der letzten Aprilwoche bei 211.000. Das ist der niedrigste Wert seit 1973.

Seit der schweren Wirtschaftskrise im Jahr 2009, als die Arbeitslosenquote bis an die Marke von zehn Prozent gestiegen war, hat sich die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt stark verbessert. Mittlerweile sprechen bereits viele Ökonomen von Vollbeschäftigung – letztere ist eines der Ziele für die Geldpolitik der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed).

Die Fed sich zuletzt bei der Zinsentscheidung am Mittwoch positiv zur Lage auf dem Arbeitsmarkt geäußert. Die Währungshüter rechnen auch in den kommenden Monaten mit einer weiter stabilen Entwicklung.

Im März hatte die Notenbank die Zinsen auf die Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent erhöht und könnte schon bald nachlegen. Eine weitere Erhöhung im Juni gilt vielen Investoren als ausgemachte Sache. Danach könnte sie die Zügel dieses Jahr noch ein oder auch zwei Mal straffen.

Denn die Notenbank erwartet, dass sich die Inflation dieses Jahr um das von der Fed angepeilte Ziel von 2,0 Prozent einpendeln wird. Im April legten die für die Inflationsentwicklung wichtigen Stundenlöhne im Schnitt jedoch nur um 0,1 Prozent zum Vormonat zu. Experten hatten mit 0,2 Prozent gerechnet.

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