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Abfallentsorger Remondis prüft angeblich Einstieg bei Steag

Der Abfallentsorger will laut einem Bericht Anteile des Energieerzeugers übernehmen. Mit dem größten Einzelaktionär könnte Remondis dann die Mehrheit halten.

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Remondis prüft angeblich Einstieg bei Energiekonzern Steag Quelle: dpa

Düsseldorf Der Abfallentsorger Remondis prüft einem Magazinbericht zufolge einen Einstieg beim Essener Energieerzeuger Steag. Remondis solle Steag-Anteile von Stadtwerken übernehmen, berichtete die „Wirtschaftswoche“ am Donnerstag vorab unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Zusammen mit dem größten Einzelaktionär Dortmund könne Remondis dann die Mehrheit halten.

„Wir prüfen ergebnisoffen, wie die notwendige finanzielle Ausstattung der Steag dargestellt werden kann“, sagte ein Sprecher der Dortmunder Stadtwerke dem Magazin. Dazu gehöre auch die mögliche Aufnahme eines neuen Gesellschafters, der zusätzliches Kapital bereitstellen könne. Remondis und Steag lehnten eine Stellungnahme ab.

Remondis hatte schon früher ein Auge auf die Steag geworfen, die zu den größten Stromerzeugern Deutschlands gehört. Das lange Zeit stark auf Kohlekraftwerke ausgerichtete Unternehmen hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro erzielt und einen operativen Gewinn (Ebit) von 160 Millionen Euro. Der Konzern beschäftigt rund 6600 Mitarbeiter.

Eigentümer der Steag ist die Kommunale Beteiligungsgesellschaft (KSBG) – ein Konsortium, in dem sich sechs Stadtwerke zusammengeschlossen haben, die ganz oder mehrheitlich den Städten Dortmund, Duisburg, Bochum, Oberhausen, Dinslaken und Essen gehören.

Die Gesellschaft hatte in zwei Schritten 2011 und 2014 100 Prozent der Anteile von Evonik übernommen und dafür insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro hingeblättert, was in den Kommunen auch auf Kritik gestoßen war. Die Stadt Essen erwägt einen Ausstieg.

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