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Absprachen beim „Angstbarometer“? Händler klagt wegen Manipulation an Wall-Street-Index

Wichtige Banken sollen sich angeblich abgesprochen haben, um das Börsenbarometer VIX zu manipulieren. Das soll Investoren Milliarden Dollar gekostet haben.

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New York In Chicago ist am Freitag Klage wegen angeblicher Manipulation eines wichtigen US-Börsenbarometers eingereicht worden. Sie richtet sich gegen Citigroup, Citadel Securities und fünf weitere Finanzfirmen, die sich bei dem Betrug abgesprochen haben sollen. Konkret geht es um den Volatilitätsindex (VIX) der Chicagoer Börse CBOE, der das Ausmaß von Kursschwankungen abbildet und daher auch als „Angstbarometer“ der Wall Street gilt. In der am Freitag eingereichten Klageschrift wird ferner die CBOE beschuldigt, die Manipulation zugelassen zu haben, um höhere Transaktionsgebühren zu kassieren. Gerüchte waren immer wieder aufgetaucht.

Von CBOE und Citadel war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Citigroup wollte sich zu dem Thema nicht äußern.

Kläger ist William Siegel, ein Händler von VIX-Futures und -Optionen. Seinen Angaben zufolge haben Investoren, die mit VIX-Derivaten handelten, durch die Manipulation Milliarden von Dollar verloren. Das Verfahren ist als Sammelklage anhängig. Bereits im Februar hatte ein anonymer Informant in Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC sowie die US-Derivateaufsicht CFTC die Manipulationsvorwürfe erhoben.

Damals hatte die CBOE erklärt, der Brief sei voll von unrichtigen Behauptungen und Irrtümern. Der VIX gilt bei vielen Händlern achon lange als reines und überflüssiges Spekulationsvehikel, das nur für zusätzliche Unruhe in die Aktienmärkte bringt.

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