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Abwicklungsgesellschaft Verkauf der Depfa an österreichische Bawag abgeschlossen

Die Depfa musste einst in der Finanzkrise vom Staat gerettet werden. Jetzt hat die staatliche Abwicklungsgesellschaft FMS Wertmanagement das Kapitel beendet.

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Ende Dezember 2014 hatte die staatliche Abwicklungsgesellschaft FMS Wertmanagemen die Depfa von der Hypo Real Estate für 320 Millionen Euro gekauft. Quelle: dpa

Die Bundesregierung kann eine der Hinterlassenschaften aus der Finanzkrise nun endgültig ad acta legen. Der Verkauf der irischen Depfa Bank an die österreichische Bawag ist vollzogen worden, wie die staatliche Abwicklungsgesellschaft FMS Wertmanagement (FMS-WM) am Freitag in München mitteilte. Über den Verkaufspreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

„Wir haben den Abwicklungsauftrag für die Depfa-Gruppe voll erfüllt und mit den seit der Übernahme der Depfa-Gruppe erzielten Wertbeiträgen unsere eigenen Erwartungen deutlich übertroffen“, erklärte FMS-WM-Vorstandschef Christoph Müller. Der Gesamtertrag der Abwicklung übersteige den 2014 gezahlten Kaufpreis um ein Mehrfaches.

Die ehemalige Depfa-Muttergesellschaft Hypo Real Estate (HRE) war vor zwölf Jahren zusammengebrochen. Ende Dezember 2014 hatte die FMS-WM die Depfa von der Hypo Real Estate für 320 Millionen Euro gekauft.

„Mit dem Verkauf der DEPFA-Gruppe vollzieht die FMS Wertmanagement einen weiteren wichtigen Schritt bei der Bewältigung der Folgen der Finanzkrise“, erklärte Finanzstaatssekretär Jörg Kukies. Er freue sich über das sehr gute Ergebnis der Abwicklung.

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    Die riskante Refinanzierung der Depfa hatte die HRE 2008 stark in Schieflage gebracht. Sie musste schließlich vom Staat aufgefangen werden. Der HRE-Nachfolger pbb hatte die Depfa 2013 schon einmal zu verkaufen versucht. Doch der Bund entschied damals, sie stattdessen für 323 Millionen Euro in die Hände der eigenen „Bad Bank“ FMS-WM zu geben. Diese hat aus der Abwicklung allein 2018 und 2019 zusammen 377 Millionen Euro Sondergewinne herausgeholt.

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