WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Brennwertheizungen Effizienzsteigerung – gut für Umwelt und Geldbeutel

Gut ein Viertel aller Deutschen heizt mit Öl. Was viele nicht wissen: Oft sind die Heizungen veraltet und verursachen hohe Kosten. Wie man mit Modernisierung relativ schnell Geld sparen kann und was man dafür tun muss.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Quelle: IWO

Es gibt Statistiken, die überraschen nur auf den ersten Blick: Der Heizölverbrauch sank hierzulande in den vergangenen 20 Jahren um mehr als 50 Prozent, obwohl die Anzahl der Ölheizungen fast gleich geblieben ist. Wie ist das möglich? Durch moderne Technik und hoch effiziente Brennwertheizungen, für die sich Tausende Heizungsbesitzer entschieden haben. Mittlerweile ist fast jede verkaufte Ölheizung ein Brennwertgerät.

Durch die Modernisierung ist das Einsparpotenzial enorm: „Wer eine veraltete Heizung durch einen neuen Öl-Brennwertkessel ersetzt, spart bis zu einem Drittel Energie“, erklärt Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO). Das ist nicht nur gut für das Portemonnaie, sondern auch für die Umwelt.

Das gute Kosten-Nutzen-Verhältnis der Brennwerttechnik ist der ein wesentlicher HauptgGrund für die gestiegene Nachfrage. Zudem ist die Modernisierung der Ölheizung in der Regel kostengünstiger als die Umstellung auf ein anderes Heizsystem.

Brennwerttechnik macht das Heizen effizienter und damit umweltschonender. Während konventionelle Heizungen heißes Abgas einfach zum Schornstein hinauspusten, wird es in modernen Brennwertgeräten stärker abgekühlt. Die dabei zusätzlich frei werdende Wärme wird zum Heizen verwendet. So kann die im enthaltene Energie fast vollständig genutzt in Wärme umgewandelt werden.

Damit sind die Vorteile eines Öl-Brennwertheizkessels noch nicht erschöpft: Einfach lassen sich die modernen Heizungen mit Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien wie etwa Solaranlagen zu einer Hybridheizung aufrüsten. Das bringt weitere Einsparungen an Heizöl: Die kostenlose Sonnenenergie wird für die Erwärmung des Trinkwassers in Küche und Bad genutzt und kann sogar die Raumheizung unterstützen. Die Ölheizung übernimmt immer dann zuverlässig die Wärmeversorgung, wenn die Sonne nicht ausreichend Energie liefern kann. AUnd auch für die Zukunft bietet eine Öl-Brennwertheizung aussichtsreiche Anknüpfungspunkte: Hybrid-Heizsysteme könnten künftig dank Power-to-Heat auch überschüssigen Ökostrom in die Wärmeversorgung einbinden. Und langfristig bietet sich durch die Nutzung synthetischer flüssiger Brennstoffe eine treibhausgasreduzierte oder sogar klimaneutrale Perspektive.

Um die Klimaziele der Bundesregierung erreichen zu können, muss der in der Wärmeversorgung bestehende Sanierungsstau schleunigst aufgelöst werden. Daher brauchen Hausbesitzer bezahlbare Lösungen und möglichst starke Anreize durch eine attraktive, an marktwirtschaftlichen Kriterien orientierte Förderpolitik. Die Heizungsmodernisierung mit Brennwerttechnik sorgt sofort für mehr Effizienz in der Wärmeversorgung und zahlt so punktgenau auf die klimapolitischen Ziele für den Gebäudebereich ein. Deshalb ist die staatliche Förderung dafür gut angelegt.

Mit der Aktion „Deutschland macht Plus!“ beteiligt sich die Mineralölwirtschaft seit Jahren aktiv an der finanziellen Förderung von Heizungsmodernisierungen. Insgesamt 1200 Euro und mehr sind so für eine Heizungsmodernisierung mit Öl-Brennwerttechnik drin. Brennwertheizungen.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?