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Digitale Praxis: Color Digital Farbenspiele in der Cloud

Mit der Technologie von Color Digital lassen sich Stofffarben eindeutig bestimmen. Quelle: PR

Farben digitalisieren, speichern und untereinander austauschen: Color Digital hat eine Lösung entwickelt, die diese Prozesse stark vereinfacht. Der Modebranche könnte damit eine Revolution ins Haus stehen.

Dieses Grün! Die Färbung des Grashüpfers auf der Wiese in Südafrika, davon ist der Modescout überzeugt, würde perfekt in die neue Modekollektion passen. Also fotografiert er das Insekt per Smartphone und mailt den Schnappschuss dem Designer. Der ist schnell überzeugt und leitet das Motiv in dem neuen Grün an den Färber weiter, der den Digitalcode des neuen Farbtons umgehend in seine Maschinen einspeist. So wurde das einmalige Grün eines südafrikanischen Grashüpfers innerhalb weniger Stunden Teil der neuen Kollektion eines Berliner Modelabels.

Schnell, unkompliziert, zuverlässig: So jedenfalls funktioniert der unumgängliche Prozess der Farbabstimmung, wenn eine Modefirma die Software und Cloud-Plattform des Kölner Start-Ups Color Digital nutzt. Schickten bisher Fotografen, Designer, Färber und Produzenten Produktproben in der gewünschten Farbgebung wochenlang oft über Kontinente hinweg immer wieder hin und her, um sich mühsam auf einen Farbton zu verständigen, lässt sich dieses Verfahren mithilfe der Digitalisierung nun auf wenige Stunden reduzieren. „Die Konsumenten verlangen immer häufiger nach neuen Kollektionen“, sagt Olaf Kölling, Geschäftsführer von Color Digital. „Die Modefirmen müssen den Austausch optimieren, um den Kundenwünschen nachzukommen.“

Farbe lässt sich eindeutig bestimmen

Zweite Hürde neben der aufwändigen Logistik: Farben ließen sich bisher nicht eindeutig bestimmen. Menschen nehmen Farbtöne unterschiedlich wahr, und je nach Trägermaterial wirken sie auch anders. Auch klimatische Bedingungen und geografische Gegebenheiten können Einfluss auf die Farbwahrnehmung haben: Auf Färber in Asien kann das Rot einer Stoffprobe anders wirken als auf Designer in Europa. Die Folge waren Fehldrucke und mehrmaliges Umfärben, kompliziert und teuer. 

Zehn Fakten zur Digitalisierung

Die Lösung von Color Digital: eine Software und die Cloud-Plattform DMIx-Cloud. Über die Color Digital Software lassen sich Farben unterschiedlichster Quellen per Mausklick in einen eindeutigen Code umwandeln. Dadurch lassen sich Farben unabhängig von Trägermaterial, individueller Wahrnehmung, elektronischem Medium und subjektiver Beschreibung eineindeutig identifizieren – egal, ob es sich bei der Ausgangsbasis um das Smartphone-Bild eines Modescouts, einen Scan oder ein Produktbild handelt. In der DMIx-Cloud können Unternehmen die digitalisierten Farben verwalten, weiterverarbeiten und mit Herstellern und Kunden teilen.

Struktur digital erfassen

Die Farben bestimmt Color Digital mit Hilfe eines technischen Verfahrens, das auch kleinste Details abbildet. Die Nutzer der Color Digital Software können dadurch nicht nur Bilder der Farben machen, sondern auch die Struktur des Stoffes exakt abbilden. Selbst dass Farbe an jedem Bildschirm unterschiedlich dargestellt wird, hat Color Digital bedacht: Die Cloud-Applikation berechnet die jeweiligen Farben so, dass der Nutzer eine immer optimal auf das Computersystem abgestimmte Darstellung sieht.   

Das Kölner Start Up hat die digitale Lösung in Zusammenarbeit mit der Telekom entwickelt. Die Color Digital Software entstand in der Managed Dynamic App Factory der Telekom, einer Self-Service-Entwicklerplattform in der Private Telekom Cloud. Die Programmierer greifen in dieser Umgebung auf spezielle Tools zu, entwickeln, testen und betreiben cloudbasierte Apps fehlerreduziert und kostengünstig – und das in kürzester Zeit.

Argumente für die Cloud

Die hohe Skalierbarkeit war ein wichtiges Argument für Color Digital, ihr Farbenportal aus der Cloud anzubieten. „Wenn unsere Nutzerzahl sprungartig ansteigt, können wir einfach Rechenleistung oder Speicherplatz auf Knopfdruck hinzubuchen“, sagt Olaf Kölling. Außerdem haben die Designer und Hersteller jederzeit und von jedem Gerät aus Zugriff auf ihre Farben. Hosting und Betrieb der DMIx-Cloud übernimmt die Telekom in kundendedizierter Umgebung. Die sensiblen Daten der Kunden sind vor unbefugtem Zugriff geschützt: Die DMIx-Cloud wird in deutschen Rechenzentren gehostet, die strengen Datenschutzbestimmungen unterliegen.

Vorteile, die weit über die Modebranche hinaus auf Interesse stoßen könnten – denn mit Farben müssen letztlich Unternehmen aller Couleur arbeiten. Auch Farbhersteller selbst können in der DMIx-Cloud einen Vertriebskanal eröffnen. Und jederzeit neue Trendfarben digital hinzufügen und mit ihren Kunden teilen. 

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