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Digitaler Vordenker: Jäger Direkt Lukrativer Umzug in die digitale Welt

Quelle: PR

50 Prozent weniger Fehler, um 20 Prozent effizientere Prozesse: Mit einer flächendeckenden WLAN-Infrastruktur für Produktion und Logistik ist dem mittelständischen Unternehmen Jäger Direkt der Umzug in die digitale Welt gelungen.

An der A5 Richtung Frankfurt taucht das Gebäude mit der grau-blauen Fassade schon von weitem im Augenwinkel auf. Wenige Schritte von der Autobahn entfernt erstreckt sich die neue Niederlassung des Mittelständlers Jäger Direkt über rund 14.500 Quadratmeter – so groß wie zwei Fußballfelder. Hinter der imposanten Fassade in Heppenheim an der hessischen Bergstraße ebnet der Produzent und Händler von Elektronik- und Elektro-Bauteilen mit einer flächendeckenden WLAN-Infrastruktur seinen Weg in die digitale Zukunft. „Mit der neuen Halle wollten wir nicht nur mehr Platz für Produktion und Logistik schaffen und beide Bereiche unter einem Dach zusammenführen“, sagt Jens Fischer, Mitglied der Geschäftsleitung von Jäger Direkt. „Durch die Digitalisierung arbeiten wir künftig auch schneller und produktiver.“

Digitales Leitsystem lotst Mitarbeiter

Kurz nach 7 Uhr in der Früh, Schichtbeginn für Ralf Rosenblatt. Der erste Blick des Versandleiters von Jäger Direkt fällt auf sein Tablet, im Warenwirtschaftssystem sind alle eingegangenen Bestellungen aufgelistet: Von Kabeltrommeln über Steckdosen bis hin zu Zwischensteckern und Temperatursensoren für die intelligente Haustechnik. Rosenblatt hat es jetzt eilig: Jäger Direkt verspricht seinen Kunden, die bis 17 Uhr bestellen, die Bauteile innerhalb von 24 Stunden zu liefern. Täglich versendet die Firma mehr als 1.200 Pakete und 60 Paletten.


Ein digitales Leitsystem lotst Rosenblatt mit seinem Gabelstapler auf direktem Weg in die richtige Regalreihe. Hier entnimmt er die Produkte in gewünschter Stückzahl und verbucht sie mit einem Ringscanner im System. Dabei kann er jederzeit nachverfolgen, wo sich das Produkt entlang der Lieferkette befindet. Und auch die zeitraubende Endkontrolle durch die Kollegen in der Packstation entfällt.

Echtzeitverbindungen für alle Prozesse der Lieferkette

Die Zettelwirtschaft gehört der Vergangenheit an: Früher musste sich ein Kommissionierer für jeden Auftrag einen neuen Papierbeleg schnappen. Mit diesem marschierte er zum Regal, holte sich dort die gewünschte Ware, packte diese in eine Kiste und schob sie anschließend in den Kommissionierbereich. „In unserem neuen Hochregallager passen Gabelstapler und Tablet so gut zusammen wie der Stecker zur Steckdose – dank der störungsfreien WLAN-Infrastruktur“, sagt Fischer. „Sie ist die Basis für unsere neuen digitalisierten Prozesse. Wir haben WLAN daher von Anfang an als strategisches Instrument bewertet.“

 

Die alten analogen Prozesse konnten mit diesem Tempo auf Dauer nicht Schritt halten: Deshalb wünschte sich Jäger Direkt in seiner Elektrofabrik Echtzeitverbindungen für alle Prozesse der Lieferkette – nicht nur in der Produktion, sondern bis unters Dach im Hochregallager. ERP-System wie Fördertechnik sind nun gleichermaßen Real-Time-fähig. Das macht die Supply Chain flexibler und das Unternehmen kann viel schneller auf Kundenwünsche reagieren. Fischer: „Wir haben unsere Prozesse inzwischen hochgradig standardisiert.“ So setzt Jäger Direkt in der Elektrofabrik ein Lagerverwaltungs- und Warenwirtschaftssystem ein. Damit verbunden ist eine neue Materialflussrechner-Software, die die Fördertechnik im Hochregallager steuert und zum Beispiel jede Veränderung im Lagerbestand sofort zurückmeldet.

WLAN als Basis der Digitalisierung

Basis der Digitalisierung: eine WLAN-Infrastruktur, die ein lückenloses Handover zwischen den Funkzellen erlaubt. 190 Access-Points sorgen in der neuen Elektrofabrik für WLAN-Empfang in jedem Winkel. Damit läuft der Betrieb komplett digital: von der Produktion über die Warenwirtschaft bis zur Lagerverwaltung und dem Materialfluss. Den Zuschlag für das Projekt erhielt die Deutsche Telekom. Kein einfacher Auftrag: „Bei unserer theoretischen Planung der Infrastruktur mussten wir zahlreiche Störfaktoren berücksichtigen, ohne diese vorher messen zu können“, sagt Falko Schwarz, Vertrieb Großkunden und Account Manager Region Mitte der Telekom. Denn die professionelle WLAN-Ausleuchtung nahmen die Telekom-Spezialisten in einer völlig leeren Halle vor.

Quelle: PR

Doch ist das Hochregallager erst einmal bestückt, lenken die Metallregale das WLAN-Signal ab, befüllte Regale dämpfen die Signale. Wie stark, hängt vom jeweiligen Befüllungszustand und der Art der Ware ab. Klar war nur: Die sehr hohen und langen Regale erfordern eine enge Ausleuchtung. „Das hat reibungslos funktioniert“, sagt Fischer, „wir hatten bislang weder in der Produktion noch im Hochregallager Probleme mit der WLAN-Verbindung.“

Fischer sieht weiteres Steigerungspotenzial

Die Transformation zahlt sich aus: Allein im Versandbereich sei die Fehlerquote, so Fischer, um 50 Prozent gesunken. Das Unternehmen profitiert auch in der Produktion von der Digitalisierung: Dort laufen die Prozesse um 20 Prozent effizienter. „Und das, obwohl wir uns in der neuen Umgebung erst einmal aufeinander einspielen mussten“, erklärt Fischer. „Da sehe ich noch Potenzial für weitere Steigerungen.“

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