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B2B-Gastbeitrag Flexibilisierung der Arbeitswelt

Quelle: Samsung

Junge Fachkräfte erwarten von Arbeitgebern immer öfter ortsunabhängige Arbeitsmodelle. Die können viele Mittelständler aber nicht bieten. Hierarchische und technische Herausforderungen erschweren den Wandel – noch.

Unsere Arbeitswelt befindet sich an der Schwelle zum neuen Zeitalter der sogenannten „Open Economy“: Feste Arbeitsplätze, -zeiten oder -abläufe werden zum Relikt einer früheren Epoche und so lösen die fließenden Elemente des digitalen Zeitalters die starren Konzepte des Industriezeitalters zunehmend ab. Start-ups sind mit der zunehmenden Flexibilisierung der Arbeitswelt von „Geburt an“ bestens vertraut und verdeutlichen die zentralen Elemente dieser durch Offenheit geprägten Arbeitswelt: Gearbeitet wird gern von Zuhause aus – und zwar so, dass sich das Privatleben optimal mit dem Beruf vereinbaren lässt. Zum Meeting fährt man ins Büro, anschließend geht es zur Schulveranstaltung der Kinder und das Beantworten von E-Mails holt man einfach am Abend nach. Während solche flexiblen Arbeitsweisen in jungen, digitalen Unternehmen bereits aktiv gelebt werden, tun sich mittelständische Unternehmen teilweise noch schwer mit dem Verschwimmen alter und vermeintlich starrer Trennlinien der Arbeitswelt. Und das obwohl laut Studie bis zum Jahr 2020 bereits 70 Prozent der Mitarbeiter kleiner Unternehmen ortsunabhängig arbeiten werden.

Wachsende Skepsis gegenüber starren Modellen

Dies liegt zum einen daran, dass sich Führungsstile immer noch viel zu häufig über feste Prozesse, starre Zielvorgaben und Kontrolle definieren, anstatt durch neue und dezentrale Organisations- und Teamstrukturen ersetzt zu werden. Während die heranwachsende „Digital Workforce“ traditionelle und hierarchisch organisierte Managementstrukturen und -strategien mit wachsender Skepsis beurteilt und laut Samsung Open Economy Report bis 2020 sogar 40 Prozent von ihnen auf Freelance-Modelle umsteigen werden, mangelt es auf Seiten der Arbeitgeber immer wieder am notwendigen Mindset und Vertrauen in die Leistung der Angestellten, die ortsunabhängig arbeiten. Gerade in jungen Unternehmen werden innovative Management-Ansätze und -mechanismen bereits aktiv gelebt und gefördert. Neue Konzepte wie das Hot Desk-Prinzip, also flexibel wechselnde Arbeitsplätze, stecken zwar vielerorts noch in den Kinderschuhen, erfreuen sich aber wachsender Beliebtheit.

Offenheit und neue Regularien erfordern maximale Sicherheit

Gleichzeitig stehen den neuen Arbeitskonzepten häufig sicherheits-relevanten Bedenken im Weg. Denn: Die Mechanismen der „Open Economy“ führen auch dazu, dass sich Unternehmen intensiv damit auseinandersetzen müssen, wie sie Datenschutz konsequent gewährleisten können, wenn freie und feste Mitarbeiter von überall auf relevante Daten zugreifen müssen. Hinzu kommen neue Regularien wie die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung, die strenge Vorgaben im Umgang mit Daten festlegen und entsprechend hohe Sicherheitsanforderungen an die Unternehmens-IT stellen. Dass Datenschutz zu den großen Herausforderungen neuer Arbeitskonzepte gehört, bestätigt auch eine aktuelle Umfrage unter deutschen Führungskräften. So müssen künftig zentral gesteuerte Zugangs- und Berechtigungsmanagementsysteme im gesamten Unternehmen klar definieren, wer wie lange und zu welchen Ressourcen Zugriff erhält.

Im Zuge der voranschreitenden Flexibilisierung von Arbeit zeichnet sich die digitalisierte Arbeitswelt somit durch Offenheit nach außen (aber auch innen) aus und rückt Sicherheitsaspekte in den Mittelpunkt unternehmerischer Vorgehensweisen. Beides zu vereinen stellt eine der zentralen Herausforderung dar, vor der Entscheider zukünftig stehen. So wird es nicht mehr ausreichend sein, ein rein funktionelles Smartphone oder Tablet zu vertreiben, vielmehr müssen die Geräte kollaborativ, individuell konfigurierbar, leicht zu managen und vor allem sicher sein.

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