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Digitalisierungsindex So digital ist der deutsche Mittelstand

Sind deutsche Mittelständler bei der Digitalisierung gut im Rennen oder haben sie noch viele Baustellen? Eine techconsult-Studie gibt Aufschluss über den digitalen Status quo heimischer Unternehmen – für sechs Branchen.

Die Digitalisierung anzugehen, ist für viele Mittelständler gefühlt wie ein Sprung ins kalte Wasser. Wer sein Ziel konsequent verfolgt, wird jedoch bald für seinen Mut belohnt, wie die Ergebnisse des Digitalisierungsindex Mittelstand zeigen. techconsult befragte im Auftrag der Deutschen Telekom 2500 kleine und mittelgroße Unternehmen zu ihrer digitalen Entwicklung. Die Gesamt- sowie die Spitzenwerte sehen Sie hinter der Übersicht über Branchen. Quelle: Austin Neill/ Unsplash
Im Baugewerbe kommen die Unternehmen mit der digitalen Transformation voran. Rund ein Drittel (33 Prozent) hat die Digitalisierung inzwischen in der eigenen Geschäftsstrategie verankert – ein leichter Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr (31 Prozent) und deutlich mehr als noch 2016 (19 Prozent). Quelle: Pavel Losevsky/Adobe Stock
Der Digitalisierungsindex hat sich im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahr um zwei Punkte verbessert und liegt nun bei 51 von 100 möglichen Punkten (Durchschnittswert für alle Branchen: 55 Punkte). Im Vergleich landet die Branche zwar noch im unteren Drittel, aber es ist davon auszugehen, dass sich ihr Engagement in Sachen Transformation weiter verstärken wird. Denn die Betriebe sehen, dass sich selbst einzelne digitale Maßnahmen positiv auf Umsatz oder Kostenentwicklung auswirken. Quelle: Deutsche Telekom
Das deutsche Gastgewerbe arbeitet kontinuierlich an seiner Digitalisierung. Noch liegen Gastronomie und Hotellerie im Branchenvergleich mit 53 Indexpunkten zwar leicht zurück (der Durchschnitt der Unternehmen aller Branchen erreicht 55 Punkte), doch das könnte sich bald ändern. 36 Prozent der mittelständischen Unternehmen der Branche generieren schon heute einen digitalen Mehrwert, das heißt, bei ihnen haben sich die Kosten der Transformation bereits amortisiert. Quelle: Taylo Davidson/Unsplash
Auf fast allen digitalen Handlungsfeldern sind die Gastronomen ein gutes Stück vorangekommen. Besonderes Augenmerk lag auch im vergangenen Jahr auf der Weiterentwicklung der Kundenbeziehungen sowie auf dem Thema Sicherheit und Datenschutz. Selbst Einzelmaßnahmen werfen einen digitalen Mehrwert ab und wirken sich positiv auf die Umsatzentwicklung aus. So können etwa 87 Prozent der Befragten mit einem Internetauftritt leichter neue Kunden gewinnen. Quelle: Deutsche Telekom
Die deutschen Handelsunternehmen haben ihre digitale Transformation im vergangenen Jahr weiter vorangetrieben. 38 Prozent der Unternehmen integrierten die Digitalisierung bereits in ihre Geschäftsstrategie. Das ist zwar ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr, dennoch liegt die Branche damit unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt (45 Prozent). Quelle: xy/AdobeStock
Digitale Konsequenz wird auch im Handel mit einem digitalen Mehrwert honoriert. Die digitalen Vorreiter sind mit ihren Unternehmenskennzahlen deutlich zufriedener als die übrigen Unternehmen. Aber schon Einzelmaßnahmen zahlen sich aus: So sagen 75 Prozent der Unternehmen, dass sie dank Cloud-Lösungen effizienter arbeiten. Quelle: Deutsche Telekom
Das Handwerk liegt im Branchenvergleich in Sachen digitaler Transformation im vorderen Drittel. In 45 Prozent der Unternehmen ist die Transformation inzwischen fester Bestandteil der Geschäftsstrategie – ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weitere 38 Prozent der Betriebe setzen einzelne digitale Projekte um. Handwerksbetriebe versprechen sich handfeste Wettbewerbsvorteile von der Transformation. Quelle: Guilherme Cunha/Unsplash
Besondere digitale Konsequenz zahlt sich auch im Handwerk aus. Das beweist der Vergleich mit den Digital Leadern – also den digitalen Vorreitern unter den deutschen Unternehmen. Diese sind mit ihren Unternehmenskennzahlen viel zufriedener als der Durchschnitt. Im Handwerk liegt das unter anderem an professionellen Kundendatenbanken, deren Einsatz bei 85 Prozent der befragten Betriebe zu Umsatzsteigerungen führen. Quelle: Deutsche Telekom
Im Branchenvergleich gehört die Industrie weiterhin zur Spitzengruppe. Aufgrund ihrer Erfahrungen mit der Automatisierung sind Fertigungsunternehmen bei der digitalen Transformation schneller in Fahrt gekommen als Firmen anderer Branchen. Da sich Industrieunternehmen mit ihrer internationalen Ausrichtung seit langem dem globalen Wettbewerb stellen, wollen sie mit der Digitalisierung ihre gute Position sichern und weiter ausbauen. Quelle: Christian42/AdobeStock
Die Unternehmen erreichen nun 58 von 100 möglichen Indexpunkten und bleiben damit auf der gleichen guten Position wie im Vorjahr. Bei 47 Prozent der befragten Betriebe ist die Digitalisierung bereits zu einem festen Bestandteil der Geschäftsstrategie geworden – eine Steigerung um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und diese Entwicklung lohnt sich für die Branche: Bei 39 Prozent der Industrieunternehmen haben sich die Kosten für Digitalisierungsmaßnahmen bereits amortisiert. Quelle: Deutsche Telekom
Das deutsche Transport- und Logistikgewerbe gehört weiterhin zu den Spitzenreitern der deutschen Wirtschaft: Mit 61 Punkten auf dem Digitalisierungsindex liegt die Branche auch in diesem Jahr weit über dem Durchschnitt (55 Punkte). Eine leichte Steigerung auf 53 Prozent (Vorjahr: 52) ist unter den Unternehmen zu verzeichnen, bei denen die Digitalisierung bereits zum Teil der Geschäftsstrategie geworden ist. Quelle: Nigel Tadyanehondo, Unsplash
Auf allen digitalen Handlungsfeldern gehört die Logistikbranche mittlerweile zu den Tempomachern. Um dem stets zunehmenden Datenvolumen Herr zu werden, setzen mittlerweile 32 Prozent der Logistikunternehmen auf Cloud-Lösungen – ein Anstieg um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das zahlt sich aus: 89 Prozent dieser Betriebe konnten so ihre Prozesse optimieren und eine flexiblere Organisation schaffen. Quelle: Deutsche Telekom
Der deutsche Mittelstand ist viel digitaler als sein Ruf – und er wird immer digitaler. Über alle Branchen hinweg verzeichnet der Digitalisierungsindex im Jahr 2018 einen leichten Anstieg von 54 Punkten im Vorjahr auf jetzt 55 Punkte. Während es bei der IT- und Datensicherheit ebenso wie bei den Kundenbeziehungen keine Veränderungen gab, legten die rund 2500 befragten kleinen und mittelständischen Unternehmen vor allem bei der Produktivität zu. Das hat vor allem mit der deutlich gestiegenen Cloud-Relevanz zu tun, wie die Studie zeigt. Quelle: Deutsche Telekom
Für einen großen Teil der Unternehmen, die auf Digitalisierung setzen, zahlt sich der Wandel bereits aus: 38 Prozent von ihnen sagen, dass der Nutzen die Kosten der Maßnahmen bereits übersteigt. Ein guter Grund also, weiterhin auf Digitalisierung zu setzen – auch, um die eigene Marktposition zu festigen. Denn dass digitale Kompetenz künftig über den Firmenerfolg mit entscheidet, sieht nahezu die Hälfte der Befragten ebenfalls so (46 Prozent). Alle Werte sowie Grafiken sind abrufbar unter www.digitalisierungsindex.de. Einen Selbsttest, der den Digitalisierungszustand Ihres Unternehmens ermittelt, können Sie hier machen. Quelle: Deutsche Telekom
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