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5G für Industrieunternehmen Bei Osram flitzen Roboter im Campus-Netz

Quelle: PR

Unter dem Motto „5G – Die Zukunft beginnt jetzt!“ berichteten der Leuchtmittel- und Systemhersteller Osram und die Telekom auf der Digital X East über den Nutzen von Campus-Netzen für Industrieunternehmen.

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Lautlos huschen die Roboter, die aussehen, wie halbhohe, beigefarbe Metallregale, durch das Osram-Werk im bayerischen Schwabmünchen. Der Clou: Im laufenden Betrieb transportieren sie Rollen mit schwerem Spezialdraht zwischen verschiedenen Arbeitsstationen. Damit sie ihren Weg sicher und gezielt durch die Gänge finden und nicht versehentlich mit Menschen, Gegenständen oder miteinander kollidieren, scannen eingebaute Kameras und Sensoren ständig die Umgebung und funken die Daten direkt auf einen Server im Rechenzentrum auf dem Firmengelände, also quasi um die Ecke (Edge). Die Datenverarbeitung und Vernetzung der Roboter untereinander und mit dem Rechenzentrum erfolgt dabei in Echtzeit.

Möglich ist dies durch den Einsatz des neuen Mobilfunkstandards 5G im eigens von der Telekom im Osram-Werk aufgebauten Campus-Netz. Im Gegensatz vom Vorgänger-Standard LTE, das Osram zu Beginn seines Pilotprojekts einsetze, benötigen die Geräte nun keine eigene Steuerung mehr. „Mit 5G sind wir in der Lage große Teile der Steuerung und Navigation auf ein zentrales System, die EDGE-Cloud, zu übertragen, das über Mobilfunk kommuniziert“, erklärt Frank Sroka, Head of Industrie 4.0 Program Management bei Osram.

Rechenhilfe aus der Edge-Cloud

Ein Campus-Netz ist eine Kombination aus dem öffentlichen Mobilfunknetz und einem privaten Netz, die ein Firmengelände oder auch einzelne Gebäude abdecken können, wobei das private Netz von außen nicht zugänglich ist. Das sorgt für eine hohe Datensicherheit. Dank schneller Datenübertragung in Echtzeit werden mit 5G komplexe Rechenprozesse auf einen speziellen Server, die Edge-Cloud, direkt auf dem Werksgelände verarbeitet und können so schnell verarbeitet werden.

Stefanie Kuhlmann, 5G Business Development Manager bei Telekom Deutschland GmbH, erläuterte die Vorteile 5G: Der neue Mobilfunkstandard ermöglicht mehr Bandbreite, nämlich bis zu 20 Gigabit pro Sekunde. Damit können bis zu einer Million Endgeräte pro Quadratkilometer nahezu in Echtzeit miteinander kommunizieren. Die Latenz genannte Verzögerung liegt dabei unter zehn Millisekunden. Das macht 5G so wertvoll für die anwendungskritische Kommunikation wie beim autonomen Fahren.

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Standort erkennen

    Bei Osram legte das Campus-Netz den Grundstein für weitere datenintensive Anwendungen. „Das wird große Veränderungen auch in unserer Produktivität bringen“, sagte Sroka. Ein Beispiel ist das Arbeiten mit der HoloLens. Dabei übermittelt ein Mitarbeiter vor Ort das Bild, das er sieht, per Funk an einen Experten, der ganz woanders sein kann. Gemeinsam lassen sich Probleme schneller lösen. Auch externe Anwendungen werden damit möglich, wie die Fernwartung von Maschinen durch die Herstellerfirma. „Wir sehen das Campus-Netz als Rückgrat für die zukünftige Digitalisierung“, sagte Sroka. Ab September hat die Telekom Campus-Netze in ihrem Portfolio.

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