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Digital Southwest Das sind die digitalen Champions aus dem Südwesten

Besser lernen, effizienter planen, Mehrwert schaffen, sich weiterentwickeln: Bei der Digital Southwest präsentierten Unternehmen ihre Antwort auf die Herausforderungen der Digitalisierung – und bekamen einen Preis dafür.

Die Gewinner der Regional Digital Champion Awards (v.l.): Andreas Baumann (Reif GmbH), Joachim Giese (WBS Training AG), Ralph Winterhalter (Winterhalter Gastronom GmbH), Marko Hein (Ravensburger AG) Quelle: Deutsche Telekom

Die Digitalisierung klingt in der Theorie oft gut, bei der praktischen Umsetzung hapert es mitunter noch. Dass man den Weg in die digitale Welt aber durchaus erfolgreich beschreiten kann, zeigen die Unternehmen, die nun in Böblingen mit dem regionalen Digital Champions Award der Telekom ausgezeichnet wurden.

In der Kategorie Digitales Kundenerlebnis ging der Award an die WBS Training AG. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin und zahlreichen Niederlassungen in Baden-Württemberg bietet berufsbegleitende Schulungen, Inhouse-Seminare und rund 230 verschiedene Weiterbildungen an. Die Teilnehmer können nicht nur an den knapp 200 Standorten der WBS lernen – sondern auch bequem von zuhause aus.

„Weiterbildung scheiterte früher zu oft daran, dass keine Gruppe mit dem gleichen Interesse an einem Ort zusammengekommen ist – virtuelle Klassenräume sind hier für uns seit Jahren der beste Lösungsansatz“, sagt WBS-Vorstandsmitglied Joachim Giese. Seit anderthalb Jahren sind diese Lernumgebungen nun dreidimensional. Im WBS LearnSpace 3D kann man sich in einer hochwertigen 3D-Welt bewegen und dem Seminarleiter lauschen, Folien anschauen, Fragen stellen – ganz wie in einem physischen Lernszenario. Ausgezeichnet, befand die Jury des Digital 2018.

Die Reif GmbH aus Heroldstatt wurde in der Kategorie Digitale Prozesse und Organisation mit einem Preis geehrt. Das Familien-Unternehmen mit rund 40 Mitarbeitern plant, repariert und wartet Sicherheitstechnik - etwa Alarm- und Videoanlagen oder Systeme zu Zutrittskontrolle und Zeiterfassung. In einer Art digitalem Rundumschlag hat Reif in monatelanger Kleinarbeit seine drei großen Geschäftsbereiche Projektgeschäft, Service und Wartung unter ein Dach geholt.

Jetzt läuft alles digital ab: die Erfassung des Kundengesprächs, die Auftragsabwicklung, die Steuerung der Technikermannschaft, die Materialbestellung, die technische Dokumentation. „Diese Prozesse sind sehr papierlastig und zeitraubend gewesen“, sagt Andreas Baumann, Betriebsleiter bei Reif. Jetzt ist mehr Zeit für das Wesentliche: „Die Techniker im Außendienst sind von kaufmännischen Aufgaben entlastet und können sich nun auf das konzentrieren, was sie gelernt haben.“ Ein großer Schritt, dem noch künftig noch weitere folgen sollen. „Dem digitalisierten Handwerk gehört die Zukunft“, ist Baumann überzeugt.

Über den regionalen DCA-Award in der Kategorie Digitale Produkte und Dienstleistungen freute sich die Winterhalter Gastronom GmbH. Der weltweit tätige Mittelständler vom Bodensee stellt Spülmaschinen für Hotellerie und Gastronomie her. Er überzeugte die Jury mit seinem innovativen Produkt „Connected Wash“ – der intelligenten Spülmaschine. Das Gerät ist mit einem Server vernetzt und macht transparent, was alles im Laufe eines Spültages passiert. Durch Datenanalyse können Abläufe optimiert, Fehler früher erkannt und so Kosten beim Kunden gesenkt werden.

Mit der Digitalisierung verhält es sich ähnlich wie mit dem Spülen von Geschirr: Entscheidend ist, was dabei rauskommt. Sie dürfe nicht einfach nur Selbstzweck sein, meint Inhaber Ralph Winterhalter. „Uns treibt die Frage an, wie wir die technischen Möglichkeiten wie etwa Big Data oder Künstliche Intelligenz nutzen können, um unseren Kunden einen wirklichen Mehrwert zu bieten“, fasst er die digitale Agenda seiner Firma zusammen. Mit dem smarten Spülgerät haben die Meckenbeurer eine Antwort gefunden.

Die weiteren Termine der DIGITAL im Überblick:

Die Auszeichnung in der Kategorie Digitale Transformation Mittelstand ging an die Ravensburger AG. Was die international agierende Unternehmensgruppe macht, bedarf kaum einer Erläuterung. Vermutlich jeder hat schon einmal ein Puzzle oder Gesellschaftsspiel aus dem Hause Ravensburger in der Hand gehabt. Obwohl solch handfeste Mittel zur Freizeitbeschäftigung immer noch ein wichtiger Bestandteil des Portfolios sind, hat das Unternehmen sich in den letzten beiden Jahren digital gleichsam neu erfunden. Die Strategie heißt „Ravensburger 360°“. „Wir haben den Blick rundum schweifen lassen und jeden Bereich im Unternehmen darauf untersucht, wie wir der Digitalisierung gerecht werden können“, erklärt Marko Hein, Head of Digital & Innovation.

Das Ergebnis dieser Betrachtung: zum Bespiel neue digitale Produkte, ein radikal neuer Marketing-Mix über Social Media-Kanäle und Influencer, personalisierte Spiele im eigenen E-Commerce-Shop, digitale Methoden in der Produktentwicklung. „Die Handelslandschaft, die Kommunikationsweisen und auch der Kunde verändern sich“, sagt Hein. „Also müssen wir uns auch verändern, um erfolgreich in die Zukunft zu gehen.“ Den nächsten 130 Jahren kann Ravensburger mit dieser Einstellung optimistisch entgegensehen.

Die digitale Reise der Telekom geht weiter – am 16. Mai in München. Mit noch mehr digitalen Vorbildern.

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