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Hotellerie Das Homeoffice im Hotel

Otto Lindner, Vorstand der Lindner Hotels AG. Quelle: Lindner Hotels AG

Das Coronavirus hat das Hotel- und Gaststättengewerbe von einem Tag auf den anderen gestoppt. Die Betriebe der Lindner Hotels AG haben die Zeit genutzt, um ihre Digitalisierung für ein besseres Gästeerlebnis voranzutreiben.

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Die Epoche des Homeoffice bereichert die Gesellschaft um einen auf den ersten Blick ungewöhnlichen Wunsch: einfach mal ins Hotel einchecken, um endlich in Ruhe arbeiten zu können. Ein Schreibtisch, gutes Netz, eine Flasche Wasser und auf Wunsch ein Snack. Keine Störungen und perfektes Klima erlauben es, konzentriert durchzuarbeiten. Möglich ist das in den Hotels der Lindner-Gruppe aus Düsseldorf.

Veränderte Wünsche und Anforderungen von Menschen als Gäste rasch zu antizipieren und in Konzepte zu wandeln – das ist das Gebot der Stunde für die Hotelbranche in einer Phase, in der Reisen kaum möglich sind und Geschäftsreisen auch weiterhin nur zögerlich wieder beginnen.

Was beim Arbeiten zu Hause wichtig ist
Schon bevor Unternehmen ihre Mitarbeiter aufgrund der Coronapandemie ins Homeoffice geschickt haben, wuchs der Anteil der zuhause oder mobil Arbeitenden in Deutschland stetig an. Bereits vor etwa einem Jahr ermöglichten nach repräsentativen Zahlen des Digitalverbandes Bitkom vier von zehn Arbeitgebern ihren Angestellten das mobile Arbeiten. Im Jahr 2014 lag der Anteil noch bei zwei von zehn Firmen. Eine ebenfalls repräsentative Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) bei 1001 Angestellten im März 2020 ergab, dass sich derzeit 75 Prozent… Quelle: Unsplash
…der Befragten vorstellen können, im Homeoffice zu arbeiten. Zwei Drittel erwarten von ihrem Arbeitgeber sogar, dass er mit entsprechenden Lösungen auf sie zukommt, wobei 45 Prozent der Arbeitnehmer nicht glauben, dass ihr Unternehmen technisch dazu in der Lage ist. Neben der nötigen Technik, gibt es aber noch weitere Aspekte, die beim Arbeiten im Homeoffice wichtig werden. Ein Überblick über Arbeitsorganisation, -kultur, Technologie, IT-Sicherheit sowie steuerliche und rechtliche Fragen. Quelle: Deutsche Telekom
Wer im Homeoffice ist, begegnet sich nicht auf dem Flur, in der Kaffeeküche oder im Konferenzraum. Sowohl für Mitarbeiter als auch für Führungskräfte sind klare Absprachen umso wichtiger, damit bestehende Aufgaben auch dann zuverlässig erledigt werden, wenn die persönliche Kommunikationsebene entfällt. Je öfter die räumliche Trennung besteht, desto wichtiger sind deutliche und terminierte Aufgabenverteilungen. Ebenso wichtig: Das Ergebnis zählt. Die Grundlage dafür liegt darin,… Quelle: Unsplash
… Dateien verfügbar zu machen: Es ist nicht allein eine Frage der Technik, sondern auch der Arbeitskultur, wo Daten in einem Unternehmen gespeichert und bearbeitet werden: Präsentationen, Kalkulationen oder andere Dateien, die für den Arbeitsalltag wichtig sind, liegen für reibungsloses mobiles Arbeiten am besten gesichert in der (Unternehmens-)Cloud. Klare Regeln sind auch hierbei wichtig: Was muss dauerhaft in der Cloud verfügbar sein? Was soll mit Kollegen geteilt werden, zum Beispiel in einem abgetrennten Cloudbereich, und was darf in keinem Fall in die Cloud hochgeladen werden? Apropos… Quelle: Adobe Stock
…Arbeiten in der Cloud: Lösungen wie zum Beispiel Office 365 von Microsoft können Dateien nicht nur in der Cloud speichern, sondern sie dort auch direkt bearbeiten. In meist abgespeckten Versionen der eigentlichen Programme sind die Grundfunktionen für das Bearbeiten von Texten, Tabellen, Präsentationen und E-Mails auch über den Browser verfügbar. Mitarbeiter ohne Firmen-Notebook können so ebenfalls im Homeoffice arbeiten, wobei das eingeschränkte Arbeiten kein Dauerzustand sein sollte. Vor allem für Unternehmen mit einer kleinen IT-Abteilung sind Lösungen… Quelle: kras99/Adobe Stock
...as-a-service sinnvoll, denn diese Art der Software-Nutzung ist besonders flexibel und je nach Leistungsangebot auch wartungsarm, sicher und stets auf dem neuesten Stand. Vielfach übernehmen Anbieter den gesamten technischen Support, der in diesem Zusammenhang nötig ist. Unternehmen können die Leistungen ganz an ihre Bedürfnisse anpassen und dadurch ihre Produktivität und Effizienz erhöhen. Telekommunikationsanbieter wie die Deutsche Telekom bieten etwa ein reichhaltiges Software-Angebot, das besonders auf den Mittelstand zugeschnitten ist. Quelle: Unsplash
Top am Telefon: Für Kollegen und Kunden so erreichbar zu sein wie im Büro, ist die Grundbedingung für gute Arbeit im Homeoffice. Dazu zählt auch der Telefonkontakt. In Unternehmen mit IP-Telefonie sind Mitarbeiter dank der Technik einfach an ihrem Notebook unter ihrer Telefonnummer zu erreichen. Ein Headset steigert die Sprachqualität, nicht nur bei Vieltelefonierern. Wem keine IP-Telefonie zur Verfügung steht, der leitet seine Büronummer klassisch aufs Firmenhandy um. Quelle: Adobe Stock

„Wir möchten unsere direkten Nachbarn gerne im neuen Alltag des Homeoffice, des digitalen Lernens und der Home-Kita mit einem ruhigen Rückzugsort unterstützen, der im eigenen häuslichen Umfeld nicht unbedingt gegeben ist“, beschreibt Otto Lindner, Vorstand der Lindner Hotels AG, das erweiterte Angebot.

35 Häuser betreibt die Gruppe, neben den Stadthotels auch einige Ferienhotels und die Hotels der jungen Marke „me and all“. Der jüngste Spross der Familie ist das dritte Hotel der Marke. Es eröffnete der Krise zum Trotz Ende Mai an Hannovers Aegidientorplatz in ehemaligen Bürogebäuden der Allianz.

Interne Kommunikation extrem wichtig

Womit die Tagesgäste – und natürlich auch die, die übernachten wollen – rechnen dürfen: schnelles Internet dank der Zusammenarbeit mit der Telekom. Viele Stadtteile von Hannover gehörten zu den ersten, die mit Glasfaserverbindungen ausgestattet wurden, so auch der Standort des „me and all hannover“, das seinen Gästen Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 MBit pro Sekunde anbieten kann.

Kontaktloser Check-in. Quelle: Lindner Hotels AG

Die Notwendigkeit der Digitalisierung hat die Lindner Hotels AG zeitig erkannt. Nicht allein der Gast soll ein von Buchung bis Auschecken möglichst komfortables digitales Erlebnis haben – Digitalisierung ist für Lindner ein omnipräsentes Projekt im Unternehmen. Chats oder digitale Pinnwände statt E-Mails ersetzen die Kommunikation innerhalb des Unternehmens mit mehr als 1.500 Mitarbeitern und großen Entfernungen zwischen den Standorten. Das Herz der internen Kommunikation ist dabei das eigens angepasste Intranet von Coyo.

In dem Miteinander entstehen die Ideen, die jetzt nötig sind, um vorbereitet zu sein, wenn die Gäste zurückkommen. „Wir wollen nicht den Neustart verpassen“, sagt Lindner. Er und seine Mitarbeiter haben die Customer-Journey für die Hotels weiter digitalisiert. Von Buchen bis Auschecken geschieht alles kontaktlos, das Smartphone des Gastes ist der Schlüssel zum Zimmer. „Technologie und Digitalisierung helfen uns, Abstand zu wahren, um Nähe zum Gast möglich zu machen“, sagt Lindner.

Auch eine neue Zielgruppe soll damit in Kontakt kommen. Studenten können sich derzeit für 14 Tage oder 4 Wochen ein Zimmer mieten, um vielleicht die Suche nach dem WG-Zimmer zu überbrücken. Oder einfach mal in Ruhe zu arbeiten.

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