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Start-ups mit Lösungen Willkommen an Bord, Kollege KI

Quelle: Deutsche Telekom

Künstliche Intelligenz soll Prozesse in Unternehmen schneller, effizienter und besser machen. Dass das bei vielen Anwendungsfällen bereits funktioniert, zeigte die Start-up-Szene auf der DIGITAL X. Wir stellen drei von vielen Lösungen vor.

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Künstliche Intelligenz (KI) ist eine der meist diskutierten Technologien der Digitalisierung. Erst kürzlich kürte der US-Marktforscher Gardner Künstliche Intelligenz im Einsatz in Unternehmen zum Megatrend der kommenden Jahre. Ein Zeugnis davon, wie sehr smarte Algorithmen die Wirtschaft umtreiben, legte auch die DIGITAL X ab: Auf der Messe in Köln stellten viele junge Tech-Firmen ihre KI-Lösungen für ganz konkrete Anwendungen vor.

Aus Digitalisierung wird Dematerialisierung


Gegen Zeitverschwendung am Arbeitsplatz und für gesündere Mitarbeiter tritt beispielsweise 4tiitoo an. Das Münchener Unternehmen hat eine Software-Plattform entwickelt, mit der sich PCs, Maschinen und Geräte nicht mehr allein mit Maus und Tastatur bedienen lassen, sondern auch mit dem Blick. „Unser Produkt NUIA ermöglicht eine natürliche Interaktion zwischen Mensch und Maschine mithilfe von Blickdaten, aber auch Gesten oder Sprache“, erklärte Mark Vitorovic, Vice President Strategic Partners & Channel bei 4tiitoo. In Verbindung mit einem Eyetracker – einer Hardware, die anhand der Reflexionen im Auge erkennt, auf welche Stelle der Nutzer auf einen Bildschirm schaut – helfen intelligente Algorithmen dem Benutzer, die jeweilige Applikation zu bedienen.

Welche Hürden für den industriellen KI-Einsatz sind am größten?

Das macht Mitarbeiter produktiver: Analysen haben ergeben, dass ihre Hand an der Maus pro Tag bis zu sechs Kilometer zurücklegt, bis zu 8.000 Mausklicks generiert und rund 2.000 Tastatur-Maus-Tastatur-Wechsel ausführt. „Die Blicksteuerung sorgt im Schnitt für eine Zeitersparnis von einer halben Stunde pro Tag und Arbeitsplatz – und kann helfen, durch die unnatürlichen Armbewegungen hervorgerufene Beschwerden in der Hand oder dem Nacken zu vermeiden“, so Vitorovic.

Entlastung der Mitarbeiter ist auch eines der Ziele von „Vicky“, dem KI-basierten Chatbot von SevenOne Media. Die Vermarktungstochter von Pro7Sat1 managt damit seit Anfang des Jahres die Anfragen ihrer Zuschauer bei Gewinnspielen. „Wir haben festgestellt, dass 90 Prozent der Anfragen sich auf die gleichen 20 bis 30 Themen beziehen“, berichtete Thomas Pfab. Ein Sachverhalt, der prädestiniert ist für eine sogenannte Conversational AI, eine Künstliche Intelligenz für den Kundendialog.

„Vicky“ sieht aus wie ein normaler Messenger-Service, wie man ihn von WhatsApp, Threema und Co. kennt und lässt sich auch so bedienen. Die zusätzlichen Vorteile des Chatbots laut Pfab: „Man bekommt sofort eine Antwort auf eine Frage, er ist rund um die Uhr zu Diensten und eröffnet einen weiteren Kommunikationskanal neben E-Mail und Zuschauertelefon.“ Darüber hinaus vereinheitliche „Vicky“ die Kommunikation nach außen. Theoretisch lässt sich die smarte Chatbot-Technologie nicht nur im Kundendialog einsetzen, sondern überall dort, wo Menschen Antworten auf Fragen suchen, etwa im unternehmensinternen Support.

Eine Antwort auf ein drängendes Problem vieler Unternehmen präsentierte auch Arian Storch. Die Software seines Start-ups evy Solutions hilft, Dokumente aller Art automatisiert zu verarbeiten. Mit Hilfe der KI-Untertechnologien Natural Language Processing und Machine Learning lassen sich zum Beispiel digitalisierte Alt-Akten schneller durchsuchbar machen, indem Algorithmen etwa einen mehrere Hundert Seiten starken Projektbericht in logisch zusammenhängende Teile gliedern und kategorisieren.

„Sie geben einfach eine große Datei in unsere Software hinein, gehen einen Kaffee trinken, und wenn Sie wiederkommen, haben Sie ein durchsuchbares Archiv, in dem die einzelnen Dokumente verschlagwortet abgelegt sind“, erläuterte CEO Storch den Zuhörern auf der DIGITAL X. Doch die Lösung von evy Solutions kann noch mehr, zum Beispiel per E-Mail eingehende Dokumente klassifizieren und an den richtigen Empfänger innerhalb der Firma weiterleiten. Oder Rechnungen verarbeiten: Die KI erkenne, dass es sich um eine solche handele – „egal in welcher Form oder aus welcher Quelle“ – lese die relevanten Informationen aus und spiele sie anschließend in die Systeme des Unternehmens, erklärte Storch. Diesen Schritt vollständig zu automatisieren, spare Geld, Zeit und senke die Fehleranfälligkeit.

Die DIGITAL X hat gezeigt: Ob IT-Systeme bedienen, mit Kunden „sprechen“ oder den Papierkram erledigen – die Trend-Technologie Künstliche Intelligenz kann schon heute auf vielfältige Weise echten Mehrwert in Unternehmen bringen.

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