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Branche im Fokus Läuft alles rund im Maschinenbau?

Der Maschinenbau überwindet 2017 eine seit fünf Jahren anhaltende Stagnation. Was nun den Aufschwung antreibt und wie die Branche mit der Konkurrenz aus China umgeht.

Der Maschinen- und Anlagenbau bildet seit Jahrzehnten das Rückgrat der deutschen Industrie und steht – auch international – für Fortschritt, Leistung und Zuverlässigkeit. Als Ausrüster prägt der deutsche Maschinen- und Anlagenbau die Wirtschaft. Sein starker Mittelstand ist Weltmarktführer in vielen Nischenmärkten. Maschinen „made in Germany“ stehen für deutsche Ingenieurskunst und haben weltweit einen hervorragenden Ruf. Quelle: Adobe Stock
Die Branche ist in besonderem Maße auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen und beschäftigte im abgelaufenen Jahr 1,03 Millionen Facharbeiter und Ingenieure: Auf deren reibungslosem Zusammenspiel basiert der betriebswirtschaftliche Erfolg des Maschinen- und Anlagenbaus. Zusammen mit Verwaltungskräften, geringer Qualifizierten und Teilzeitarbeitern beschäftigte die Branche 2017 fast 1,35 Millionen Menschen und ist damit der größte industrielle Arbeitgeber Deutschlands. Quelle: Adobe Stock
Im Jahr 2017 konnte der Maschinen- und Anlagenbau erstmals die seit fünf Jahren anhaltende Stagnation überwinden. Dank gestiegener Inlandsnachfrage und guten Geschäften mit dem Ausland legte der Umsatz jüngsten Schätzungen zufolge preisbereinigt um drei Prozent auf 224 Milliarden Euro zu. Für 2018 geht der Datenanbieter FERI von einer weiteren Umsatzsteigerung auf 242,76 Milliarden Euro, also ein Plus von 3,2 Prozent. Quelle: dpa
2015 gab es in der Branche insgesamt 6.169 Unternehmen, wobei 64 Prozent der Unternehmen weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigten. Nur 350 Betriebe hatten mehr als 500 Mitarbeiter. Diese 5,7 Prozent der Unternehmen erzielten allerdings 52 Prozent des gesamten Branchenumsatzes. Quelle: dpa
Als ernsthafter Weltmarkt-Konkurrent tritt zunehmend China in Erscheinung. Unter den fünf wichtigsten Exporteuren von Maschinen und Anlagen belegt die Volksrepublik hinter Deutschland bereits Platz zwei, gefolgt von den USA. Im Jahr 2015 exportierten die Chinesen schon 13,3 Prozent aller Maschinen und Anlagen (134,2 Mrd. Euro), die Bundesrepublik kam auf 15,4 Prozent (155,5 Mrd. Euro). Mit der im Mai 2015 vorgestellten Strategie „Made in China 2025“ will die chinesische Regierung das Land nun auch zu einem Top-Technologie-Standort ausbauen. Quelle: Adobe Stock
Trotzdem wird der Export auch in diesem Jahr Erfolgsgarant für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau bleiben. In den ersten neun Monaten 2017 lieferten die Unternehmen Maschinen für 124,4 Milliarden Euro ins Ausland – ein Zuwachs von real 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Drei von vier Maschinen waren für den Export bestimmt, wobei die Europäische Union die mit Abstand größte Absatzregion blieb: 46,5 Prozent aller Ausfuhren gingen zu den europäischen Nachbarn. Quelle: Unsplash
In den 38 Fachbereichen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus finden sich beispielsweise Hersteller von Holzbearbeitungs- und Gießereimaschinen, Anbieter von Feuerwehrtechnik und von Reinigungssystemen. Die Heterogenität der Branche verdeutlichen auch die jeweiligen Umsatzzahlen der Fachbereiche. So erwirtschafteten die Produzenten von Verbrennungsmotoren und Turbinen im Jahr 2016 einen Umsatz von 35 Milliarden Euro, während mit der Herstellung von Büromaschinen nur 877 Millionen Euro umgesetzt wurden. Quelle: Adobe Stock
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