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Digitalisierung Das Potenzial der Schlüsseltechnologien

Welche Technologien werden die Wirtschaft künftig prägen? Sven Jung vom Handelsblatt Research Institute kennt die Antwort. Quelle: Deutsche Telekom

Von der Veranstaltung DIGITALWEST profitierten die Teilnehmer durch Netzwerken, Inspiration und profunde Information. Einer der bestbesuchten Deep-Dive-Vorträge war der des Handelsblatt Research Institute.

Am Ende seiner Präsentation musste Sven Jung tief Luft holen und gestehen: „Ich hätte gern noch eine Viertelstunde mehr Zeit gehabt.“ Seine Zuhörer klatschten dennoch zufrieden aufgrund der vielen Informationen, die sie in den vergangenen 45 Minuten erhalten hatten. Viele gingen mit Gesprächsstoff zum magentafarbenen Kaffee-Truck.

Die Digitalisierung ist ein weites Feld und es tut sich sehr viel. Buzzword-Bingo ist quasi Nationalsport geworden – da tut eine gründliche Einordnung gut, um zu wissen, was sich genau hinter den Begriffen verbirgt und bei welchen es überhaupt lohnt, genauer zuzuhören. Das haben auf der Veranstaltung DIGITALWEST im Kölner Palladium zwei Vertreter des Handelsblatt Research Institute gern übernommen. Die Senior Economisten Sven Jung und Jan Kleibrink erklärten den Zuhörern, was es mit welcher Technologie und welchem Trend auf sich hat und welche Erwartungen sich daran knüpfen lassen.

Die DIGITALWEST war die erste von insgesamt sechs Veranstaltungen, in denen die Telekom Deutschland den Aufbau regionaler Business-Netzwerke fördert. Neben dem Verstehen und Inspirieren stand das Netzwerken im Vordergrund: Auf dem „Marktplatz“ wurden in den Pausen eifrig Kontakte geknüpft und Ideen ausgetauscht.

Quelle: Handelsblatt Research Institute

Gutes Zahlenmaterial hilft, das alles zu sortieren. So begann Jan Kleibrink mit einer Übersicht und deckte so manchen scheinbaren Widerspruch auf. Ein Beispiel: Big Data liegt mit 43 Prozent „nur“ auf Rang fünf bei einer Bitkom-Befragung von Unternehmern, die die Technologietrends nach ihrer allgemeinen Bedeutung priorisieren sollten. Bei der Bedeutung für das eigene Unternehmen liegt Big Data mit 60 Prozent allerdings auf Rang eins.

Quelle: Handelsblatt Research Institute

Sehr interessant an dieser Befragung sei auch der Punkt Blockchain: Viele sehen in der Technologie ein Mittel, um den weltweiten Handel zu revolutionieren – aber nur 26 Prozent der befragten Unternehmer messen ihr allgemein eine hohe Bedeutung zu. Nur zwei Prozent überhaupt verwenden Blockchain-Technologie aktuell in ihrer Firma.

Quelle: Handelsblatt Research Institute

Die Volkswirte erklärten, dass wirtschaftliche Potenziale auf drei Ebenen entstehen: im Prozess, durch das Produkt oder durch das Geschäftsmodell. Gerade in Deutschland habe man sich bisher sehr stark auf den Prozess fokussiert. Hier sind die Firmen sehr effizient. Beim Geschäftsmodell allerdings müsste praktisch jedes Unternehmen aufpassen, Trends wie Plattform-Strategien nicht zu verpassen.

Apropos effizient: Im Folgenden ging Sven Jung zwar knapp, aber mit der angebrachten Tiefe die acht Schlüsseltechnologien und IT-Trends durch: Big Data, Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge inklusive Robotics, Blockchain, Digitale Plattformen, Cloud, Additive Fertigung und Augmented beziehungsweise Virtual Reality (AR/VR).

Quelle: Handelsblatt Research Institute

Bei letzterer zeigte sich so mancher Zuhörer erstaunt, in welchen Branchen AR und VR schon zum Einsatz kommen und welche Potenziale hier erwartet werden. Dass die Computerspiele vorne liegen, ist weniger überraschend. Aber die Beispiele aus dem Healthcare-Bereich zeigen, dass VR weit mehr als nur Zeitvertreib und Spielzeug ist.

Beim Abschluss-Chart zückten die Zuhörer ihre Handys, um die Folie zu fotografieren. Denn sie veranschaulicht bildhaft, welche Chancen in all den Technologien stecken und wie disruptiv neue Geschäftsmodelle wirken können.

Quelle: Handelsblatt Research Institute

Offensichtlich ist zum Beispiel, dass autonomes Fahren die Taxi- und Autobranche beeinflussen wird – oder auch die Bahn. Im zweiten Schritt werden aber auch Versicherer, Werkstätten oder Ausrüster betroffen sein. Und in einem dritten Schritt dürfte sich das autonome Fahren auf die Geschäftsmodelle von Hotels, Architekten und Dienstleistungsbetrieben auswirken, die bisher mit Mobilität noch nicht viel zu tun hatten.

Die weiteren Termine der DIGITAL im Überblick:

 

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