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Techconsult-Studie Wie tickt der Mittelstand in Sachen Digitalisierung?

Laut Techconsult-Studie ist die digitale Transformation bei 63 Prozent der befragten Mittelständler Chefsache. Quelle: Deutsche Telekom

Im Mittelstand führt an der Digitalisierung kein Weg vorbei. Noch hängt das Transformationstempo allerdings stark von der Branche und der Unternehmensgröße ab.

Schlecht informiert, ängstlich, schlafmützig: Spätestens seit eine KPMG-Studie vielen deutschen Unternehmen vorwarf, die Chancen der Digitalisierung zu verschlafen, gelten Mittelständlern pauschal als rückständig, wenn es um die Chancen geht, die Cloud, M2Moder Big Data oder bieten. Dabei stellte das IT-Analystenhaus Crisp Research im vergangenen Jahr eine durchaus hohe Digital-Affinität fest: 85 Prozent der mittelständischen Unternehmen seien hierzulande zumindest dabei, eine Cloud-Lösung zu planen und zu implementieren oder betreibe sie längst. Unter Experten gilt Cloud Computing als Basistechnologie für die digitale Transformation.

Digitalisierung als bedeutend erkannt

Diese Motive treiben den Mittelstand bei der Digitalisierung an

Digitale Avantgarde oder krampfhaftes Festhalten am Althergebrachten – wie tickt der Mittelstand in Sachen Digitalisierung wirklich? Die Techconsult-Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“ schaute im Auftrag der Deutschen Telekom genauer hin. Das Ergebnis: Weitgehend einig sind sich die Unternehmen zumindest in der Einschätzung der Digitalisierung: Fast drei Viertel (72 Prozent) der befragten Unternehmen bewerten die Digitalisierung als bedeutend für ihre Firma und Branche. Nahezu die Hälfte (46 Prozent) setzt bereits Transformationsprojekte um; 27 Prozent verfolgen dabei sogar eine übergreifende Digitalisierungsstrategie. Überraschend ist dies letztlich nicht: Denn deutsche Mittelständler gelten als hoch innovativ und sind vor allem in der Industrie seit vielen Jahren weltweit aktiv. Als digitale Champions sind sie nicht selten Weltmarktführer in ihrer Nische. Es bleibt den Unternehmen also gar keine Wahl, als auch bei der IT technologisch Schritt zu halten. Besser noch: voranzugehen.

Enorme Spreizung

Doch über einen Kamm scheren lassen sich mittelständische Unternehmen in Sachen Digitalisierung deswegen noch lange nicht. Laut Studie gibt es eine enorme Spreizung, die stark von der Branche und der jeweiligen Unternehmensgröße abhängt. Nicht von ungefähr sind im Branchenvergleich Industrie und Logistikunternehmen im Digitalisierungsindex führend. Noch nicht so weit sind häufig der Bau und der Handel – wobei sich jedoch auch in diesen beiden Branchen Top-Digitalisierer finden lassen, bei denen sich der Grad der Transformation längst positiv auf deren Profitabilität auswirkt. Jeglicher Wandel im Unternehmen muss – so er langfristig sein soll – von oben ausdrücklich gewünscht sein, vom Management begleitet, unterstützt und koordiniert werden. Das sieht das Gros der Unternehmen genauso, 63 Prozent der Befragten erklären in der Techconsult-Studie die digitale Transformation zur Chefsache.

Schritt für Schritt statt Hau-Ruck-Verfahren

Auf der digitalen Wunschliste des Mittelstands steht das Thema Einfachheit weit oben. Sprich: Digitale Lösungen müssen sich möglichst bruchlos implementieren lassen; denn eine Unterbrechung des Geschäftsbetriebs möchten die Unternehmen auf keinen Fall riskieren. Das hat das Marktforschungsunternehmen IDC in einer internationalen Studie im Auftrag von SAP Ende 2016 herausgefunden. Bevorzugte Vorgehensweise: Etwa die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland setzt auf eine schrittweise Einführung digitaler Lösungen. Mit deren Hilfe will gut die Hälfte der Befragten 2017 neue Kunden gewinnen, 40 Prozent möchten ihren Umsatz steigern und rund ein Drittel zielt auf mehr Effizienz und Produktivitätssteigerungen ab.

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