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Beschäftigungsförderung Förderprogramme nutzen

Weiterbildung: Arbeitnehmer und Unternehmen können von Förderprogrammen profitieren. Quelle: Fotolia

Mit gleich zwei Maßnahmen unterstützt die Bundesagentur für Arbeit Unternehmen und Flüchtlinge, die einen Arbeitsvertrag geschlossen haben. Details zur Eingliederungshilfe und zum Programm WeGebAU.

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Die finanziellen Mittel sind überschaubar und zusätzliche Schulungen oder Qualifizierungsmaßnahmen kosten in der Regel viel Geld – vor diesem Dilemma stehen oftmals auch Flüchtlinge, die gerne eine Arbeit aufnehmen möchten. Zuvor müssen sie aber noch ihre fachlichen oder sprachlichen Fähigkeiten festigen.

Für die Betroffenen bietet die Bundesagentur für Arbeit jedoch gleich zwei Förderprogramme an – von denen nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Unternehmen profitieren:

„Wir zusammen“

1. Das Programm „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“, kurz WeGebAU.

Die wichtigsten Eckpunkte der Förderung sind:

• Antragsberechtigt sind anerkannte Flüchtlinge, Asylbewerber sowie Geduldete, die keinem Arbeitsverbot unterliegen.

• Die Antragsteller müssen sich in einem Arbeitsverhältnis befinden und erhalten auch während der Förderung ein Arbeitsentgelt.

• Die Lehrgangskosten werden ganz oder teilweise übernommen, sofern es sich nicht um Qualifizierungen handelt, zu denen der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet ist.

• Die Förderanträge sind vor Beginn des Lehrgangs bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen.

Wie hoch der Zuschuss zu den Lehrgangskosten im Einzelfall ausfällt, hängt von der Art der Weiterbildung beziehungsweise von der Größe des Unternehmens ab. Die Bundesagentur für Arbeit unterscheidet im Rahmen von WeGebAU drei Varianten:

Variante 1: die Qualifizierung von Beschäftigten in kleinen und mittelgroßen Unternehmen mit weniger als 250 Arbeitnehmern
Hierbei werden den Arbeitnehmern die Kosten für extern stattfindende Lehrgänge teilweise erstattet. Zudem erhalten sie einen Zuschuss zu Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Weiterbildung anfallen, also zum Beispiel zu den Fahrtkosten. Ist der Geflüchtete jünger als 45 Jahre, muss mindestens die Hälfte der Lehrgangskosten vom Unternehmen getragen werden.

Variante 2: die Weiterbildung Geringqualifizierter
Wer seit mindestens vier Jahren eine an- oder ungelernte Tätigkeit verrichtet und nun eine Weiterbildung belegen will, die direkt zu einem anerkannten Berufsabschluss führt, profitiert ebenfalls von WeGebAU: Übernommen werden die Lehrgangs- und die Zusatzkosten – in welcher Höhe, wird individuell festgelegt. Der Arbeitgeber kann zudem einen Zuschuss zum gezahlten Arbeitsentgelt sowie eine Pauschale zu den Sozialversicherungsbeiträgen erhalten.

Variante 3: die berufsqualifizierte Ausbildung
Hiervon profitieren Arbeitnehmer, die bisher nur eine geringe Qualifikation nachzuweisen haben. Gefördert werden einzelne Lehrgänge, mit denen sie sich Teilqualifikationen aneignen können, aber auch mehrere Weiterbildungsmodule, die am Ende zu einer Ausbildung inklusive Abschluss führen. Den Geflüchteten werden die Lehrgangs- sowie die anfallenden Zusatzkosten erstattet. Wie in Variante 2, erhält auch hier der Arbeitgeber Zuschüsse zum Arbeitsentgelt und zu den Sozialversicherungsbeiträgen. Die Höhe der Förderung hängt von der Anzahl der absolvierten Weiterbildungsmodule ab.

2. Das Programm „Eingliederungszuschuss“

Die wichtigsten Eckpunkte der Förderung sind:

• Antragsberechtigt sind anerkannte Flüchtlinge, Asylbewerber sowie Geduldete, die keinem Arbeitsverbot unterliegen.

• Vorausgesetzt wird, dass die Vermittlung des Mitarbeiters auf dem Arbeitsmarkt unter erschwerten Bedingungen erfolgt. Beispielsweise weil er entweder sehr jung oder schon älter ist, er unter gesundheitlichen Einschränkungen leidet, er ein Berufseinsteiger mit geringer Qualifikation und Wissensdefiziten ist oder weil er arbeitslos beziehungsweise von der Arbeitslosigkeit bedroht ist.

• Der Antragsteller hat die Aussicht, eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit anzutreten und arbeitet mindestens 15 Stunden in der Woche.

• Über einen Zeitraum von höchstens zwölf Monaten werden ein Zuschuss (maximal 50 Prozent) zum Arbeitsentgelt sowie eine Pauschale zu den Sozialversicherungsbeiträgen gezahlt.

• Förderanträge sind über die zuständige Agentur für Arbeit zu stellen. Weitere Infos sind auch unter der kostenlosen Rufnummer 0800/4555520 erhältlich.

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