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Arbeiten nach Corona Mitarbeiter von Unicredit dürfen zwei Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten

Wenn die Belegschaft der Bank ab Herbst in die Büros zurückkehrt, wird einiges anders sein als vor Corona. Das Arbeiten soll flexibler werden.

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Ab September sollen die Mitarbeiter der Bank schrittweise wieder in die Büros zurückkehren. Quelle: imago images / Buzzi

Die Unicredit plant ihrer Belegschaft bis zu zwei Tage pro Woche Homeoffice zu erlauben. Die Regelung soll nach Auslaufen der derzeitigen Pandemie-Regelungen ab nächstem Jahr im gesamten Konzern gelten – damit auch bei der deutschen Tochter Hypo-Vereinsbank und der Bank Austria in Österreich.

„Wir werden ab September schrittweise in die Büros zurückkehren und im vierten Quartal ein Pilotprojekt durchführen, um im nächsten Jahr nachhaltig hybrid arbeiten zu können“, sagte der Group Operating Officer, Ranieri de Marchis, in einem Interview mit Bloomberg News.

Der Plan sieht vor, dass Arbeitskräfte in der Verwaltung und den Zentralen freiwillig bis zu zwei Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten können. Filialmitarbeiter können demnach maximal einen Tag pro Woche von zu Hause arbeiten. Die finalen Vereinbarungen hängen noch ab vom weiteren Verlauf der Pandemie und von den spezifischen Bedingungen in den Ländern, in denen Unicredit vertreten ist.

Banken auf der ganzen Welt stellen sich darauf ein, dass ihre Mitarbeiter mehr flexible Arbeitsregelungen wollen. Die Deutsche Bank und die Citigroup haben zuletzt angekündigt, nach der Pandemie mehr Heimarbeit zuzulassen. Einige Investmentbanken wie etwa die Goldman Sachs Group drängen hingegen stärker auf Rückkehr in die Büros.

Unicredits neuer Chef Andrea Orcel, der am 15. April die Bank übernommen hat, will im zweiten Halbjahr seine strategische Vision für die Bank erläutern.

Weniger Schreibtische, aber mehr Platz

Unicredit plant die Büroräume entsprechend den neuen Plänen umzugestalten. Voraussichtlich wird es weniger fest zugeteilte Schreibtische geben, aber mehr Platz für jeden einzelnen Mitarbeiter und für zusätzliche Gemeinschaftsräume, sagte de Marchis.

„Es geht nicht um Einsparungen oder darum, unsere Gebäude zu verkleinern“, sagt de Marchis. „Es geht darum, eine neue, nachhaltige Arbeitsweise zu kreieren. Sollten wir am Ende feststellen, dass wir mehr Platz haben als wir brauchen, dann schauen wir uns das dann an.“

Die Heimarbeit ist freiwillig, allerdings wird die konkrete Umsetzung mit dem Management geplant und wird auf den Erfordernissen der Bank basieren. Während die generelle Zielquote 40 Prozent beträgt, wird jeder Fall einzeln entschieden, so de Marchis.

Unicredits Zentrale ist Mailand, im Herzen jener Provinz, die letztes Jahr das Epizentrum der Corona-Pandemie war. Im Schnitt arbeitet derzeit ein Viertel der Belegschaft im Büro, die maximale Kapazität ist noch mit 50 Prozent festgesetzt. Außer in Deutschland und Österreich ist die Unicredit stark in osteuropäischen Ländern wie Russland, Tschechien und der Slowakei, Kroatien und Serbien vertreten.
„Die Pandemie hat unsere Gewohnheiten und unsere Arbeitsweise geändert“, zieht de Marchis ein Zwischenfazit. „Allgemein gesprochen, flexible Arbeitsmodelle hatten in der Vergangenheit vielleicht ein gewisses Stigma – in Zukunft werden sie die neue Normalität sein.“

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