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Arbeitsmarkt Beschäftigungsbarometer in Deutschland auf Rekordkurs

Arbeitsmarktforscher rechnen mit eine Rekordjahr auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Mittelfristig sei sogar Vollbeschäftigung denkbar.

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Aller Voraussicht nach ist die Zahl der Arbeitslosen in diesem Monat unter die Marke von 2,5 Millionen gefallen. Quelle: dpa

Berlin Die Beschäftigungsaussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt können nach Einschätzung der Arbeitsagenturen kaum noch besser werden. In einer monatlichen Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg die dafür ermittelte Messzahl auf 108,1 Punkte.

Dies liege beachtlich nahe am maximal erreichbaren Wert von 110 Punkten, teilte das IAB am Dienstag mit. „2018 wird aller Voraussicht nach ein Rekordjahr am Arbeitmarkt“, sagte Enzo Weber vom IAB. „Vollbeschäftigung ist mittelfristig denkbar. Aber dafür müssten noch mehr Arbeitslose von dem Rekordangebot an offenen Stellen profitieren können.“ Qualifizierung sowie intensive Betreuung und Vermittlung seien daher entscheidend.

Auch beim Abbau der Arbeitslosigkeit zeigten sich die örtlichen Arbeitsagenturen zuversichtlich. Der Indikator dafür legte auf 102,7 Punkte zu. Der wichtigste Faktor ist dabei laut IAB die weiter abnehmende Zahl von Entlassungen. Im Hartz-IV-Bereich gehe die Arbeitslosigkeit vor allem durch deutlich weniger Zugänge zurück. Neben dem sinkenden Entlassungsrisiko spiele dabei eine Rolle, dass Arbeitslose eher wieder in Beschäftigung kämen, bevor sie in die Grundsicherung abrutschen.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer beruht auf einer monatlichen Umfrage bei den örtlichen Ablegern der Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Behörde gibt am Donnerstag die Arbeitsmarktzahlen für März bekannt. Aller Voraussicht nach ist die Zahl der Arbeitslosen in diesem Monat unter die Marke von 2,5 Millionen gefallen. Im Februar hatte die BA 2,546 Millionen Erwerbslose registriert. Im März war in den vergangenen Jahren ein Rückgang um durchschnittlich 84.000 Arbeitslose üblich. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Einflüsse rechnen von Reuters befragte Experten mit einem Rückgang um 15.000.

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