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Arbeitsmarkt IAB prognostiziert leicht steigende Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland war zuletzt neun Monate in Folge zurückgegangen. Insbesondere das Auftreten der neuen Virusvariante Omikron trägt zu einer anderen Entwicklung bei.

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Das IAB-Arbeitsmarktbarometer misst seit November 2008 als Frühindikator die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Quelle: dpa

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird in den kommenden Monaten aus Sicht von Experten der Bundesagentur für Arbeit wieder leicht steigen. Das geht aus dem Arbeitsmarktbarometer des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Entwicklung des Arbeitsmarkts insgesamt liegt demnach aber trotz wiederholt sinkender Werte der Frühindikatoren noch leicht im positiven Bereich.

Das Arbeitsmarktbarometer pendelt zwischen 90 und 110 – 90 Punkte würden eine besonders schlechte, 110 Punkte eine extrem gute, der Wert 100 eine neutrale Situation auf dem Arbeitsmarkt widerspiegeln. Im Dezember sank es um 2,4 Punkte auf 101,5. Das bedeutet den vierten Rückgang in Folge und den stärksten seit April 2020.

Das Barometer setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Der Indikator für Arbeitslosigkeit sank im Dezember um 2,6 Punkte auf 98,9 - und damit erstmals seit Sommer 2020 wieder unter 100. Dies lasse über die kommenden Monate saisonbereinigt eine leicht steigende Arbeitslosigkeit erwarten, teilte das IAB mit. „Die Omikron-Variante zieht die Coronakrise weiter in die Länge. Gerade für die Langzeitarbeitslosigkeit ist das kritisch“, sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland war zuletzt neun Monate in Folge zurückgegangen. Im November lag sie bei 2,317 Millionen.

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    Die zweite Komponente - die die Beschäftigungsentwicklung vorhersagt - sank im Vergleich zum November um 2,2 Punkte auf 104,1. Der Beschäftigungstrend flache also ab, bleibt aber positiv. „Insgesamt wird der Arbeitsmarkt auch bei einem erneuten Lockdown nicht einbrechen, viele Firmen werden ihre Leute halten“, sagte Weber. In Branchen wie IT oder Erziehung werde es weiterhin zusätzliche Jobs geben. Schaden nehmen könnte aber die Beschäftigung in unmittelbar betroffenen Bereichen wie der Veranstaltungswirtschaft.

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer misst seit November 2008 als Frühindikator die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Es basiert auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen Arbeitsagenturen.

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