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Aufgaben gesucht

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José Manuel Barroso » Der EU-Kommissionspräsident muss für die neuen Beitrittsländer Bulgarien und Rumänien Kommissarposten schaffen – zum Ärger seiner Kollegen. 

Offiziell entscheidet die EU-Kommission zwar erst am 26. September über den Beitritt Bulgariens und Rumäniens. Aber schon jetzt gilt als sicher, dass sie zum Jahreswechsel in die EU aufgenommen werden – und dann je einen Kommissar nach Brüssel schicken dürfen. Doch noch weiß EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso nicht, was sie dort tun sollen. Die Zeit drängt. Bis Ende Oktober muss er entscheiden, welche Aufgaben sie übernehmen können. Denn vor ihrem Amtsantritt sollen die beiden Kandidaten sich noch einer Anhörung im Europaparlament stellen. Spätestens dann müssen die Aufgaben verteilt sein. Doch was Barroso den Neuen zuteilt, muss er den amtierenden Kommissaren wegnehmen. Innen- und Justizkommissar Franco Frattini gilt in Kommissionskreisen wegen seines umfangreichen Tätigkeitsfelds als Abgabekandidat. Dem machtbewussten Vizepräsidenten wird allerdings nachgesagt, dass er sein Terrain vehement verteidigen dürfte. Würde Barroso beim deutschen Industriekommissar Günter Verheugen einen Bereich wie Touristik heraustrennen, wären die Beitrittsländer wohl beleidigt — zu unwichtig wäre dieser. Das gilt auch für die angedachte Abspaltung der Diskriminierungsbekämpfung bei Sozialkommissar Vladimir Spidla. Mehr Charme hat eine Lösung, die auf den Kommissionskorridoren kursiert: Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy beschränkt sich auf Finanzdienstleistungen und gibt den Rest des Binnenmarktressorts ab. Dies passt zur Neigung des Iren, der als finanzaffin gilt. 

silke.wettach@wiwo.de | Bürssel 

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