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Henning Kagermann » Bei der ersten Betriebsratswahl in der Geschichte von SAP an diesem Mittwoch kann der Vorstandsvorsitzende mit einem Ergebnis rechnen, das ihm zupass kommt. 

Noch ist SAP der einzige deutsche Konzern, der keinen Betriebsrat hat. Entsprechend groß war die Aufregung, als Mitarbeiter des Software-Riesen im Februar erstmals die Gründung eines solchen Gremiums vorschlugen. An diesem Mittwoch erreichen sie ihr Ziel. Rund 10 000 Beschäftigte in Walldorf und weiteren SAP-Standorten sind aufgerufen, ihre Vertreter zu wählen. Um die 37 Betriebsratssitze bewerben sich zehn Listen mit insgesamt rund 400 Kandidaten. Entgegen seiner ursprünglichen Ablehnung (WirtschaftsWoche 12/2006) gibt sich SAP-Chef Henning Kagermann inzwischen entspannt. Mit dem Ergebnis dürfte er leben können. 

„Ich habe das Gefühl, dass wir eine Reihe von Mitarbeitern haben, die sich engagieren, um in den Betriebsrat zu kommen, und die die SAP symbolisieren, wie wir sie kennen“, sagte Kagermann kürzlich. Damit bekräftigte er indirekt noch einmal seine Kritik an den Initiatoren der Betriebsratswahl, die aus dem Umfeld der IG Metall kommen und in den Augen des Managements, aber auch vieler Mitarbeiter, nicht für die „wahre SAP“ stehen. Unternehmensinsider gehen davon aus, dass Kagermann mit seiner Einschätzung richtig liegt. Ihnen zufolge dürften vor allem jene Listen die meisten Stimmen auf sich vereinen, deren Mitglieder sich teilweise schon als Arbeitnehmervertreter im SAP-Aufsichtsrat profilieren konnten und mit der IG Metall nichts im Sinn haben. „Diejenigen, die sich schon früher um Arbeitnehmerbelange gegenüber dem Vorstand gekümmert haben, dürften in Zukunft auch den Betriebsrat dominieren“, sagt ein SAP-Manager, der ungenannt bleiben will. Die Kandidaten, die ihre Nähe zur IG Metall nicht verhehlen und die Betriebsratswahl initiiert haben, dürften mit ihrer Liste 10 „Pro Betriebsrat“ zwischen fünf und zehn Prozent der Stimmen und damit zwei bis vier der 37 Betriebsratssitze bekommen. 

michael.kroker@wiwo.de 

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