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Zahlung gefährdet

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Michael Frenzel » Der TUI-Chef will nicht nur die Dividende streichen. Auch Inhaber von Anleihen müssen um ihr Geld bangen. 

Für den Sparkurs des TUI-Chefs Michael Frenzel müssen nicht nur die Aktionäre bluten. Der Reisekonzern will für 2006 keine Dividende zahlen. Auch den Inhabern einer 300 Millionen Euro schweren Hybridanleihe von TUI drohen Zinsausfälle: Den Anleihebedingungen zufolge dürfte Frenzel Zinszahlungen von Mai an aufschieben, falls die Hauptversammlung den Dividendenausfall absegnet. Zwar könnte er Gläubigern beim erstmöglichen Kündigungstermin der Anleihe im Januar 2013 statt Bargeld Vorzugsaktien andienen, doch die dürften wohl nicht den entsprechenden Gegenwert haben. Notwendig sind die Einschnitte auch, weil Frenzel Beteiligungen in Frankreich und Großbritannien zu teuer eingekauft hat, wie sich jetzt herausstellt, und sie deshalb in der Jahresbilanz abschreiben muss. Im Extremfall beläuft sich die Summe auf zwei Milliarden Euro. Analysten erwarten aber, dass er rund 700 Millionen Euro abschreiben muss. Hinzu kommen Belastungen durch den Konzernumbau. Ein Analyst schätzt: 2006 dürfte TUI mindestens einen Nettoverlust von „600 bis 700 Millionen Euro“ einfahren. 

christof.schuermann@wiwo.de 

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