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Zu wenig Zeit für Pumpen

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KSB » Die Gründerfamilie des Pumpenherstellers verlangt von ihren Aufsichtsräten mehr Einsatz. 

Erst verließ Peter Bettermann den Aufsichtsrat das Frankenthaler Unternehmen KSB, neben dem dänischen Konkurrenten Grundfoss der größte Pumpenhersteller in Europa. 

Vor zwei Wochen verabschiedete sich Michael Rogowski, der frühere BDI-Chef und Ex-Lenker des Maschinenbauers Voith. Beide Topmanager waren den Dauerzwist mit dem KSB-Ehrenaufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Kühborth leid. 

Dem 80-Jährigen, der sich als Wahrer des Familienerbes versteht, ging die Expansion nach China, wie sie Rogowski und Betterman anpeilten, viel zu schnell. Auch deren Strategien überzeugten ihn nicht. Der Pumpenmarkt leidet seit Jahren unter einem dramatischen Preisverfall. Voreilige Expansionsschritte, befürchtet Kühborth, könnten die Liquidität auffressen. Aber ihn quälte noch ein anderes Problem mit Rogowski und Bettermann: Die Vielbeschäftigten hatten zu wenig Zeit für KSB. Der neue KSB-Aufsichtsratschef Peter Schubert: „Wir brauchen im Zeitalter der Globalisierung sehr aktive Aufsichtsräte, die mehr als viermal im Jahr für intensive Strategiegespräche zur Verfügung stehen. Besonders der Aufsichtsratschef muss ständig verfügbar sein.“ Doch Bettermann und Rogowski waren für Kühborth oft nicht erreichbar. „Mit dem Vorstand habe ich keine Probleme“, sagt Rogowski, „aber mit der Führung des Aufsichtsrates.“ 

andreas.wildhagen@wiwo.de 

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