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Aktientipp Chesapeake Energy: Immer Vollgas

Der ehemalige US-Vorzeige-Erdgasproduzent Chesapeake Energy hat sich von den jüngsten Kursstürzen erholt. Mit dem steigenden Erdgaspreis wird eine Übernahme durch einen Ölmulti immer wahrscheinlicher.

Kursverlauf der Chesapeake Energy-Aktie zwischen 2007 und 2009

Eng wurde es, als im Sommer 2008 die Energiepreise einbrachen. Abzulesen auch am Aktienkurs, der, gemessen am Hoch im Juli 2008, in der Spitze fast 90 Prozent abstürzte. Verstärkt hatte den Absturz ausgerechnet Konzernchef McClendon. Er hatte privat immer mehr Aktien zugekauft – auf Pump. In der Spitze hielt McClendon 33,5 Millionen Anteilsscheine, etwa sechs Prozent des gesamten Aktienkapitals. Als der Kurs fiel, zogen McClendons Banken die Reißleine und warfen im Oktober fast das gesamte Paket auf den Markt. Davon hat sich der Kurs jetzt erholt.

Aubrey McClendon machte das 1989 in Oklahoma City gegründete Unternehmen zu einem wichtigen Erdgasproduzenten in den USA. Die durchschnittliche Tagesproduktion lag 2008 bei 2,3 Milliarden Kubikfuß, die geprüften Reserven konnten um elf Prozent auf 12,1 Billionen Kubikfuß aufgestockt werden. Die Menge ist vergleichbar mit 2,16 Milliarden Barrel Erdöl. Der Haken an der Story: Chesapeake drücken Nettoschulden von gut 13 Milliarden Dollar.

Zugleich deutet sich beim US-Erdgaspreis eine starke Gegenbewegung nach oben an. Die Übernahme von Chesapeake durch einen Ölmulti wird immer wahrscheinlicher.

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