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Aktientipp Linde: Gut abgefedert

Auch wenn Linde die Ergebnisse des Vorjahres nicht wiederholen wird, geben die Prognosen für das Restjahr Aussicht auf Hoffnung. Aufträge aus dem Mittleren Osten sorgen für Belebung der Aktie.

Kursverlauf der Linde-Aktie 2007-2009

Erst hielt Linde-Chef Wolfgang Reitzle erstaunlich lange an zu hohen Gewinnprognosen fest; nun räumt er doch ein, dass Linde in diesem Jahr wahrscheinlich nicht das Niveau von 2008 erreichen werde. Für Anleger eine Enttäuschung? Keineswegs, denn mit 5,5 Milliarden Euro Umsatz und 1,1 Milliarden Euro operativem Gewinn (beides minus zwölf Prozent) fiel der Rückgang im Frühjahrsquartal nicht so heftig aus wie von Pessimisten befürchtet. Zudem hält Linde seine Gewinnmargen stabil und erwartet im zweiten Halbjahr eine leichte Erholung.

Großauftrag aus Abu Dhabi

Im Geschäft mit Industriegasen (80 Prozent Umsatzanteil) kann Linde zunächst auf Kunden mit einer vergleichsweise geringen Konjunkturabhängigkeit bauen – etwa aus der Lebensmittelindustrie oder der Medizintechnik. Das federte in den vergangenen Monaten den Rückgang ab. In den nächsten Monaten könnte dazu nun die Stabilisierung in den zyklischen Abnehmerbranchen Chemie, Stahl oder Metallverarbeitung das Geschäft wieder beleben. Deutlich erholen könnte sich der Anlagenbau (20 Prozent Umsatzanteil.) Hier werden sich von 2010 an Aufträge aus dem Mittleren Osten bemerkbar machen. Linde hat einen Großauftrag aus Abu Dhabi zum Bau einer petrochemischen Anlage im Wert von 1,1 Milliarden Dollar an Land gezogen.

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