Aktientipp Qiagen: Test mit Pfizer

Der Biotech-Zulieferer Qiagen profitiert von dem immer wichtigeren Markt für Molekulare Diagnostik. Auch die guten Beziehungen zum Pharmariesen Pfizer könnten bald die Aktie beflügeln.

Grafik: Kursverlauf der Qiagen-Aktie 2006-2010

Mit bis zu 20 Prozent Kursverlust lief die Aktie des Biotech-Zulieferers Qiagen seit Juni deutlich schlechter als Dax und TecDax. Dabei steuert das deutsch-niederländische Unternehmen in diesem Jahr auf rund 1,15 Milliarden Euro Rekordumsatz zu, das wären elf Prozent mehr als im Vorjahr. Netto können gut 200 Millionen Dollar bleiben, ein Fünftel mehr als 2009.

In den vergangenen Jahren gelang Qiagen der Wandel vom Laborzulieferer zum führenden Anbieter für Probenvorbereitung und Testtechnologie. Vor allem die Nachfrage nach Verfahren der Molekularen Diagnostik wächst weltweit. Hierbei werden Nukleinsäuren aus Blut oder Gewebe isoliert, Krankheiten diagnostiziert und Therapien abgestimmt.

Guter Kontakt zu Pfizer

Besonders umsatzstark sind Tests zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und zum Nachweis von Infektionskrankheiten. Demnächst kommen Testverfahren zur Kontrolle von Lebensmitteln hinzu. Mit ihnen lassen sich Bakterien, Viren oder genetische Veränderungen erkennen.

Immer wichtiger für Qiagen wird der US-Markt. Hier findet nicht nur die wegweisende Forschung auf dem Gebiet der Molekularen Diagnostik statt. Von der Zentrale in Germantown im Bundesstaat Maryland besteht auch ein guter Kontakt zum Pharmariesen Pfizer, mit dem Qiagen an einem neuartigen Testverfahren zur Krebsbehandlung arbeitet.

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