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Aktientipp SKW Stahl-Metallurgie: Reichlich Kapital

SKW, ein Ableger des einstigen Spezialchemikers Degussa, profitiert von der gestiegenen Stahlnachfrage aus China und den Schwellenländern. Für 2011 werden wieder hohe Gewinne prognostiziert.

Grafik: Kursverlauf der SKW-Aktie 2007-2010

Der Weltstahlverband rechnet damit, dass der Stahlbedarf in diesem Jahr um 13 Prozent auf 1,27 Milliarden Tonnen steigt. Für 2011 erwartet die World Steel Association einen Anstieg auf 1,34 Milliarden Tonnen. Neben dem massiven Bedarf in Asien zieht die Nachfrage vor allem in Brasilien und Indien an. Dazu wächst nun auch der Bedarf in Nordamerika und Westeuropa.

2009 drückte der Einbruch der Stahlindustrie den Zulieferer SKW Stahl-Metallurgie in die roten Zahlen (5,1 Millionen Euro Verlust). Dank der Erholung der Stahlbranche machte das SDax-Unternehmen in den ersten neun Monaten 2010 schon 5,7 Millionen Euro Nettogewinn. Bis Jahresende dürften es an die sieben Millionen Euro werden. SKW, ein Ableger des einstigen Spezialchemikers Degussa, hängt mit seinen Granulaten, Pulvern und Spezialdrähten zur Veredelung von Roheisen zu 90 Prozent an der Stahlindustrie.

Hohe Gewinne prognostiziert

2011 ist ein weiterer Gewinnanstieg absehbar. Dann kommen zum operativen Fortschritt Zusatzerträge von dem Ende 2009 übernommenen Stahlzulieferer Tecnosulfur. Der brasilianische Marktführer für Roheisenentschwefelung, zu dessen Kunden Stahlkonzerne wie Arcelor oder Gerdau gehören, wird dazu beitragen, dass SKW im nächsten Jahr wahrscheinlich mehr als elf Millionen Euro verdient. Das wäre fast so viel wie 2007, dem bisher besten Jahr vor der Krise.

Alle Aktien von SKW zusammen bringen es an der Börse derzeit auf rund 120 Millionen Euro. Dieser Wert ist durch das Eigenkapital der Bilanz vollständig gedeckt.

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