WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Andere Länder - andere Sitten Etikette macht Karriere

Seite 2/13

China

Begrüßung

Der Händedruck sollte nicht zu kräftig, sondern locker bis weich sein. Zudem wird nicht die Dame, sondern der Ranghöchste zuerst begrüßt. Und wenn Sie Leute vorstellen: Niemals mit dem Zeigefinger auf jemanden zeigen – extrem unhöflich! Besser: ganze Handfläche benutzen. Essen Reis wird immer zuletzt gereicht. Zum Essen wird die Schale dicht an den Mund geführt, der Reis mit Stäbchen geschaufelt. Nie mit den Essstäbchen gegen die Schale tippen – das tun nur Bettler! Absolut tabu: die Stäbchen in den Reis stecken. Symbol für Tod. Nudeln ebenfalls mit Stäbchen zum Mund führen und schlürfend einsaugen. Schlürfgeräusche sind durchaus erwünscht: Zeichen, dass es einem schmeckt. Einladung Chinesen werden dabei aus Höflichkeit zurückhaltend essen. Sie wollen wiederholt zum Essen aufgefordert werden. Getränke Meist werden Schnaps, Bier oder Wein zum Essen gereicht, die Gläser randvoll gegossen. Das Personal schenkt laufend nach, ansonsten der Mann der Frau; der Ranghöhere dem Rangniederem. Bei der Aufforderung „Ganbei“ („Das Glas trocknen“) trinken alle ihr Glas in einem Zug aus. Dazu wird meist aufgestanden. Geschenke Werden erwartet. Gerne Obst, Kuchen oder alkoholische Getränke. Jedoch keine Uhren – auf Chinesisch kann „eine Uhr schenken“ auch „eine Beerdigung besuchen“ bedeuten. Die Präsente werden nie in Anwesenheit des Schenkenden ausgepackt – Zeichen von Gier. Hotels Möglichst nicht in einem Hotel mittlerer Kategorie absteigen. Status und Prestige sind in China extrem wichtig. Chinesen fragen beim ersten Meeting gerne, in welchem Hotel man wohnt. Kleidung Formale Kleidung – dunkler Anzug und Krawatte – sind im Geschäftsalltag ein Muss. Wer Jeans und Krawatte trägt, wird nicht ernst genommen. Ebenso sind schrille Farben tabu. Für Frauen gelten in China inzwischen westliche Konventionen: Standard ist der dunkle Hosenanzug. Kritik Direkte und offene Kritik ist in China tabu. Stattdessen beteuern: der Mitarbeiter habe seine Sache gutgemacht, und beim nächsten Mal schaffe er sicher auch. Pausen Besprechungen am Vormittag enden um halb zwölf – dann wird in China Mittag gegessen. Abendessen beginnen spätestens um 18.30 Uhr. Smalltalk Beim Kennenlernen sind persönliche Fragen nach Familienstand, Kindern, sogar nach der Höhe des Gehalts üblich. Nicht ausweichend antworten! Wer zudem über die Bundesliga Bescheid weiß, genießt hohes Ansehen: europäischer Fußball ist bei Chinesen beliebt. Tabu sind dagegen Politik, Kritik an Missständen, Umweltverschmutzung und Menschenrechten. Verhandlungen Das Entscheidende kommt zum Schluss. Der Beginn: ein ausgedehnten Essen. Dort sind Gespräche über Geschäftliches tabu. Sollte es mal haken, auf keinen Fall aus der Haut fahren! Das bedeutet Gesichtsverlust, und landet im Aus. Besser: freundlich bleiben, beteuern, dass man am Abschluss interessiert ist. Oft kommt nach wenigen Tagen ein Anruf, der Entgegenkommen zeigt. Vier Die Zahl kann auf Chinesisch auch „Tod“ bedeuten. Nie etwas schenken, das in irgendeiner Weise diese Zahl enthält! Visitenkarten Immer viele mitnehmen, mit beiden Händen überreichen und genauso annehmen. Karte noch einen Moment betrachten. Zeigt Respekt.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%