WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Chronik Finanzkrise: Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash

Seite 13/23

Eine Washington Mutual Filiale Quelle: AP

26. September 2008: Seit Wochen hatte sie verzweifelt einen Käufer gesucht, nun ist sie Geschichte: In der Nacht zu heute schloss die US-Aufsichtsbehörde die größte amerikanische Sparkasse Washington Mutual. Zum Verhängnis wurden Washington Mutual zu hohe Geldabflüsse. Der politische Streit um das US-Rettungspaket für Banken wird schärfer.

29. September 2008: Die Hypo Real Estate stand kurz vor dem Kollaps. Ihr erst etwa ein Jahre altes Investment in die Depfa-Bank wurde ihr dabei zum Verhängnis. In einer gemeinschaftlichen Aktion stellen Banken und Staat Bürgschaften bereit.

03. Oktober 2008: Das US-Repräsentantenhaus hat letztendlich doch dem 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket für amerikanische Banken zugestimmt. Zuvor sorgte es mit seiner Ablehung für ein Debakel. Einige Tage der Turbulenzen finden zumindest in diesem Fall ihren Abschluss. Damit ist der Weg frei für eine Hilfeaktion von bis dahin unvorstellbaren Ausmaßes für den Finanzsektor.

05. Oktober 2008: Grünes Licht für Rettungsversuch Nummer zwei: In den späten Abendstunden haben Bund und Finanzwirtschaft  ein deutlich aufgestocktes Rettungspaket über 50 Milliarden Euro für den ums Überleben kämpfenden Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate vereinbart. Zuvor hatte die Bundesregierung eine Komplettgarantie für private Spareinlagen in Aussicht gestellt - in Summe sind das 568 Milliarden Euro.

06. Oktober 2008: Die Rettungsaktionen für die Banken werden das Verhältnis der Unternehmen zum Staat nachhaltig verändern. Die Politik wird sich nicht damit begnügen, die Banken mit vielen Milliarden Steuergeldern aus dem Schlamassel zu pauken. Vor allem Brüssel bereitet ein Bündel von Regulierungen vor.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%