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Chronik Finanzkrise: Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash

Seite 18/23

Die Commerzbank muss deutlich Quelle: dpa

21. Novem-ber: Auch die Lan-desbank Baden-Württembeg muss nun Milliardenhilfe in Anspruch nehmen. Seit kurzem steht das Rettungspaket über fünf Milliarden Euro. Die Finanzkrise hat Siegfried Jaschinski, den Chef der Landesbank, härter getroffen als ursprünglich zugegeben. Die Milliardenhilfe hat aber auch ihr Gutes: Sie forciert die Neuordnung des Sektors.

23. November: Die WirtschaftsWoche fordert Steuersenkungen als Wege aus der Krise. Die Bundesregierung feiert immer noch ihr Banken-Rettungspaket. Doch als Hilfe für die darbende Industrie taugt es noch nicht. Die Politik reagiert hilflos. Dabei würde ein Steuersenkungsprogramm besonders helfen.

Gute Nachrichten für Kaupthing-Sparer

24. November: Endlich gute Nachrichten für die Kunden der Kaupthing-Bank. Sie erhalten ihre Spareinlagen zurück. Für 30.000 deutsche Kunden der isländischen Kaupthing-Bank sind damit Wochen des Wartens vorbei. Das verkündete kein geringerer als Bundesfinanzminister Peer Steinbrück selbst: Laut Steinbrücks Aussagen erhalten die Sparer ihre Einlagen vollständig zurück. Der Wermutstropfen: Auf die Entschädigung müssen die Sparer noch warten.

27. November: Die Rettung der bayerischen Landesbank wird für den Freistaat viel teuerer als befürchtet. Nach Auskunft von Landtagsabgeordneten braucht die BayernLB nun zehn Milliarden Euro, vier Milliarden muss die Landesregierung sofort aufbringen. Da sehen die Zahlen der WestLB schon fast gut aus- doch auch die WestLB rechnet mit neuen Belastungen.

Dresdner Bank zum Schnäppchenpreis

28. November: Die Komplettübernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank geht deutlich früher über die Bühne als geplant. Zugleich kostet der seit Jahren größte Deal in der deutschen Finanzindustrie Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus mit 5,1 Milliarden Euro nur etwas mehr als die Hälfte der zunächst kalkulierten 9,8 Milliarden Euro. Auch das ist eine Auswirkung der Finanzkrise.

1. Dezember: Kaum eine Branche trifft die Rezession so stark wie die Autobauer. Die Krisenspirale dreht sich längst: Fallende Absätze, geringere Produktion, weniger Arbeit. Für 2009 wird der Ausblick immer düsterer, belegen neueste Daten.

08. Dezember: Die HSH Nordbank macht Ernst. Als erste deutsche Bank will sie ihre Bilanz mit einer Auffanggesellschaft säubern. Die soll verhindern, dass Risikoanlagen die gesamte Bank belasten.

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