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Chronik Finanzkrise: Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash

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17. April 2009: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat den Weg für eine Verstaatlichung des angeschlagenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) frei gemacht. Ab sofort können HRE-Aktionäre ihre Anteile für 1,39 Euro dem Bund verkaufen. Dafür haben Sie rund zwei Wochen Zeit.

15. April: Gemischte Meldungen unterschiedlicher Banken. UBS setzt nach einem Verlust von zwei Milliarden Franken im ersten Quartal 2009 auf einen radikalen Stellenabbau und streicht zunächst 8700 Stellen. Die Bank of America weist hingegen überraschend einen Milliardengewinn aus.

Bad Bank wird als Lösung immer konkreter

15. April: Kanzlerin Angela Merkel macht die Bereinigung deutscher Bank-Bilanzen von toxischen Wertpapierbeständen zur Chefsache. Bei einem Ministergespräch über ein Bad-Bank-Modell werde sie die Leitung übernehmen, sagte heute ein Regierungssprecher. Die Regierung arbeite „mit Hochdruck“ an dem Thema.

22. April: Die EU-Kommission hat mit der Commerzbank offenbar im Streit um staatliche Milliardenhilfen geeinigt. In Finanzkreisen gilt es als weitgehend sicher, dass die EU im Gegenzug auf den Verkauf der Tochter Eurohypo besteht.

23. April: Die Europäische Union stellt Rating-Agenturen unter staatliche Aufsicht. Das EU-Parlament hat dazu eine Verordnung verabschiedet. Die Agenturen waren durch Fehlbewertungen der Kreditwürdigkeit von Unternehmen in Verruf geraten.

25. April: In einem geheimen Papier beziffert die Finanzaufsicht BaFin die Risiken der deutschen Banken durch faule Kredite und Wertpapiere auf 816 Milliarden Euro. Politiker und Banken versuchen die Zahlen herunterzuspielen.

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