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Chronik Finanzkrise: Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash

Seite 4/23

Menschenschlangen vor der Quelle: AP

September 2007: Menschenschlangen vor britischer Bank

Wegen eines akuten Liquiditätsengpasses gerät der britische Baufinanzierer Northern Rock unter Druck. Zahlreiche Sparer stehen Schlange an den Filialen der Hypothekenbank, um ihre Gelder abzuheben. Die Bank of England springt mit einem Notfallkredit ein.

Die Bilanzen der Investmentbanken fallen gemischt aus. Während Goldman Sachs trotz Abschreibungen in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar eines der besten Quartale der Geschichte hinlegt und Lehman Brothers ebenfalls positiv überrascht, muss Bear Sterns wegen drastischer Einbußen im Anleihegeschäft einen 61-prozentigen Gewinnrückgang hinnehmen.

Morgan Stanley schreibt fast eine Milliarde Dollar ab und enttäuscht mit einem deutlichen Gewinnrückgang. Für das vierte Quartal kündigt das Institut weitere Wertberichtigungen von mindestens 3,7 Milliarden Dollar an.

Oktober 2007:  Die Schweizer Großbank UBS kündigt wegen der Subprime-Krise den ersten Quartalsverlust seit neun Jahren an.  Vier Wochen später sagt sie nach Milliardenabschreibungen im dritten Vierteljahr weitere Belastungen für das vierte Quartal voraus. Die Schweizer Bank Credit Suisse stellt ebenfalls Belastungen wegen der Subprime-Krise in Aussicht.

Citigroup muss Milliarden abschreiben

Die größte US-Bank Citigroup kündigt einen Gewinneinbruch um etwa 60 Prozent im dritten Quartal an. Zwei Wochen später beziffert sie den Abschreibungsbedarf auf 6,5 Milliarden Dollar. Wiederum drei Wochen später muss das Institut im Zusammenhang mit dem Subprime-Engagement weitere elf Milliarden Dollar wertberichtigen. Citigroup-Chef Charles Prince nimmt seinen Hut.

Die Finanzkrise kostet die Deutsche Bank im dritten Quartal im Investmentbanking über zwei Milliarden Euro. Die Investmentbank Merrill Lynch stellt wegen Abschreibungen über 4,5 Milliarden Dollar den ersten Quartalsverlust seit sechs Jahren in Aussicht. Knapp drei Wochen später beziffert das Geldhaus die gesamten Wertberichtigungen auf mehr als acht Milliarden Dollar. Kurz danach muss Konzernchef Stan O'Neal gehen.

November 2007 Die Commerzbank beziffert die Abschreibungen auf das Subprime-Engagement mit 291 Millionen Euro – mehr als sechs Mal soviel wie im Sommer angekündigt.

Weitere Verluste bei deutschen Banken

Die Postbank, Deutschlands größte Filialbank, schreibt im Quartal 61 Millionen Euro auf indirekte Engagements am US-Hypothekenmarkt ab. Die Allianz-Tochter Dresdner Bank schreibt wegen der Krise unter dem Strich einen Quartalsverlust von 52 Millionen Euro. Auch die Landesbank LBBW gerät in den Sog der Finanzkrise.

Dezember 2007 Die wichtigsten Notenbanken kündigen Milliardenkredite für die Geldmärkte an. Das Land Sachsen sichert seine Landesbank in Milliardenhöhe ab. Medien berichten, die BayernLB müsse Abschreibungen von einer Milliarde Euro vornehmen. Die Landesbank dementiert die Berichte und betont, es gebe nur geringe Ausfallrisiken.

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