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Chronik Finanzkrise: Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash

Seite 6/23

Der Glanz von Bear Stearns ist Quelle: AP

Frühjahr 2008: Fünftgrößte US-Bank wird gekauft

Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, fordert ein Eingreifen der Politik, Finanzminister Peer Steinbrück pflichtet ihm bei: Die Märkte könnten die Finanzkrise nicht mehr alleine satteln. Im März lösen darüber hinaus vor allem der spektakuläre Niedergang von Bear Stearns und wider Erwartung gute Zahlen von Lehman Brothers ein Karussell der Emotionen aus.

17. März 2008: Bear Stearns bricht zusammen. Die Rekordsumme von 200 Milliarden Dollar musste die fünftgrößte US-Investmentbank bis zum vierten Quartal 2007 aufgrund der Finanzkrise abschreiben. Die US-Notenbank Fed war mit einer 20 Milliarden Dollar schweren Absicherung zur Hilfe geeilt.

Bear Steams wird für zunächst zwei Dollar je Aktie gekauft

Die US-Bank JP Morgan Chase hat dann am Wochenanfang für zwei Dollar je Aktie, also 236 Millionen Dollar, das Institut übernommen. Bear Stearns verlor damit übers Wochenende 93 Prozent seines Unternehmenswertes. Scharfe Kritik veranlasst  JP Morgan Chase später, doch das Fünffache pro Aktie zu bieten.

18. März 2008: Der US-Bank Lehman Brothers wurden Gerüchten zufolge ähnlich schräge Finanzierungsrisiken wie Bean Stearns nachgesagt, die Aktien verloren daraufhin tagelang massiv an Wert. Einen Tag nach der abgewendeten Firmenpleite von Bear Stearns beschreibt die viertgrößte US-Investmentbank zwar einen deutlichen Gewinneinbruch von 60 Prozent, blieb aber mit 294 Millionen Euro im Plus und über den Erwartungen.

Auch Goldman Sachs verbuchte unerwartet einen deutlichen Gewinn. Geschockt durch das Bear Stearns-Desaster fordern am gleichen Tag in seltener Eintracht Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann den starken Staat gegen die Finanzkrise.

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