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Finanzkrise Die politischen Opfer der Krise

Bayerns Finanzminister Erwin Huber geht. Er ist damit ein weiteres politisches Opfer der anhaltenden Finanzkrise. Ein Überblick über gescheiterte Politiker in Deutschland.

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Ingrid Matthaeus-Maier (SPD) Quelle: AP

Die Hauptanteilseignerin, die staatliche KfW-Bank, stellt der IKB Mittelstandsbank reichlich Liquidität zur Verfügung. Am Ende kollabiert die Bank dennoch. Am Ende gibt es auch ein erstes, hochkaratiges, politische Opfer in Deutschland: Die Vollblutpolitikerin Ingrid Matthäus-Maier nimmt als Vorstandssprecherin der staatlichen KfW-Bank am 7. April 2008 ihren Hut. Ihr Vertrag wäre bis Juni 2009 gelaufen.

Die KfW beginne "durch die andauernde Personaldiskussion Schaden zu nehmen", begründete Matthäus-Maier ihren Schritt. Zudem sei sie durch die Belastungen gesundheitlich schwer angeschlagen.

Georg Milbradt, Quelle: AP

Die Sachsen LB ist in Bedrängnis. In einem Notverkauf wird sie im Herbst 2007 an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verschachert. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) gerät immer mehr unter Druck. Zunächst fordert die Krise der Bank mit Sachsens Finanzminister Horst Metz am 31. August 2007 ein Bauernopfer. Am Ende springt dann Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) doch über die Klinge, er tritt am 14. April 2008 von allen seinen Posten in Sachsen zurück.

Bayerns Finanzminister Erwin Quelle: AP

Bayerns Finanzminister Erwin Huber (CSU) hat angesichts des Milliardenlochs bei der BayernLB seinen Rückzug aus der Landesregierung angekündigt. Er werde der künftigen Regierung nicht mehr angehören, teilte Huber am 22. August 2008 in München mit. Der Rückzug war am Vormittag in der CSU-Spitze in München vereinbart worden.

Huber war parteiintern und beim künftigen Koalitionspartner FDP wegen der Landesbank unter großen Druck geraten. Die BayernLB hatte sich zuvor als erste deutsche Großbank mit einem Kapitalbedarf von 6,4 Milliarden Euro unter den Schutzschirm des Bundes begeben.

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