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Finanzkrise "Die strengen Vorgaben für die Banken sind richtig“

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Geraten Deutsche Banken, die keine staatlichen Hilfen in Anspruch nehmen, im Vergleich zu ihren staatlich aufgepeppten internationalen Konkurrenten ins Hintertreffen?

Jede Bank muss sich jetzt überlegen, was das  geringere Übel für sie ist: Nimmt sie staatliche Hilfe in Anspruch, muss sie sich strengen Auflagen unterwerfen. Tut sie das nicht, muss sie möglicherweise Einbußen akzeptieren, weil sie dann nicht mehr so wettbewerbsstark ist.  In Deutschland ist die Commerzbank  ein bisschen unter Zugzwang, weil sie wegen der Übernahme der Dresdner Bank Kapital benötigen. Dennoch möchte jetzt keine Privatbank alleine aus der Deckung kommen. Wenn es eine gemeinsame Aktion mehrerer Privatbanken geben würde, ginge das leichter.

Wie lange sollte der Staat seine Beteiligung an Banken durchhalten?

Der Bund sollte dann aussteigen, wenn das neue Geschäftsmodell umgesetzt ist und eine ordentliche Ertragslage da ist, um das Paket zu einem vernünftigen Preis wieder zu verkaufen. Bei den Landesbanken sprechen wir da von zwei bis drei Jahren. Denn die Landesbanken zusammenzulegen, ist schon ein Mammutprojekt. In Zukunft wird es wohl im Süden einen Verbund mit den Landesbanken von Bayern und Baden-Württemberg geben. Im Norden werden sich die HSH Nordbank und die NordLB zusammentun. Ob es in der Mitte noch einen Verbund mit WestLB und Helaba gibt, ist noch schwer abzusehen.

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