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Führungs-Spitzen

Der Abschied, der keiner ist

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Sich diese Chance auf einen erstklassigen Chefkontrolleur entgehen zu lassen, wäre aus Sicht der Aktionäre also schlicht unsinnig, Kodex hin oder her. Das findet interessanterweise auch die Belegschaft: So soll sich eine Mehrheit der zehn Arbeitnehmervertreter im 20-köpfigen Aufsichtsrat dafür stark gemacht haben, dass Ackermann Clemens Börsig ablöst. Dieses Votum ist im übrigen beides: Ein Kompliment an den Ex-Chef und ein Misstrauensvotum an Börsig, der sich als Aufsichtsratschef nicht nur mit Ruhm bekleckerte. Seine Dauerfehde mit Ackermann und die diversen Ankündigungen neuer Chefs, die sich dann nie materialisierten, waren weder gut für das Image der Bank noch für das von Börsig.

Erwiesenermaßen flexibel

Ackermann ist im übrigen bislang immer durch Lernfähigkeit aufgefallen. Deswegen darf ihm das geneigte Publikum auch durchaus zutrauen, dass er sich nun auch in die Rolle als Aufsichtratschef hinein findet, der Mann hat schließlich schon ganz andere Aufgaben gemeistert. Das Gute ist: Ackermann muss niemandem mehr etwas beweisen und wird von daher vermutlich weniger Probleme haben, sich im Hintergrund zu halten, als die Unkenrufer es heute erwarten.

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