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Führungs-Spitzen

Tu felix Helvetia!

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Globalisierung von innen

Solange das nicht so ist, werden wir uns schwer tun, Ausländer an Board zu bekommen, selbst wenn Volkswagen beschlossen hat, die Schwedin Annika Falkengren, Vorstandsvorsitzende  der Skandinaviska Enskilda Banken und den Araber Khalifa Jassim Al-Kuwari, Executive Director der Qatar Holding, als neue Aufsichtsratsmitglieder vorzuschlagen. Der 20köpfige VW-Aufsichtsrat besteht trotzdem zu 50 Prozent aus Arbeitnehmervertretern, und von denen werden einige nun entweder einen Übersetzer oder einen Intensivkurs in Englisch brauchen.

Viele mögen nun einwenden, wer zu uns kommen will, muss halt auch unsere Sprache lernen. Schon wahr, wer an Rhein, Main oder Ruhr leben will, sollte zumindest Grundkenntnisse in Deutsch erwerben. Aber: In der Geschäftswelt ist nun mal Englisch die lingua franca der Welt und nicht Deutsch. Kurz: Verhandlungssicheres Englisch muss Pflicht werden für alle Menschen, die in deutschen Vorständen und Aufsichtsräten sitzen – und das gilt selbstverständlich auch für die älteren Herren deutscher Nation von der Kapitalgeberseite, die sich bislang auch erfolgreich um den Spracherwerb drückten.

Sobald diese Kulturrevolution angezettelt ist, steht der Globalisierung deutscher Konzerne von innen nämlich nichts mehr im Wege, denn viele ausländische Topmanager würden nur zu gerne nach Deutschland kommen. Mal abgesehen von der leidigen Sprachbarriere ist Deutschland ein extrem attraktives Land für Führungskräfte. Nicht nur kommen sie in ein freies, stabiles, kultiviertes Land mit hohem Lebensstandard, sondern sie haben hier auch die Chance, in einem Großunternehmen von Format mitzuarbeiten. Schöner leben und arbeiten geht eigentlich nur in der Schweiz.

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