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Gold US-Dollar bestimmt Goldpreis-Prognosen

In ihrer Einschätzung kommen Analysten zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen: Die einen sehen den Preis für Gold unter Druck, andere sehen neue Höhenflüge. Aber fast alle machen ihre Prognose vom Dollar abhängig.

Die Nachfrage nach Gold ist ungebrochen Quelle: Udo Kroener - Fotolia.com

Von 675 Dollar bis 1600 Dollar je Feinunze reicht die Bandbreite der Goldpreisprognosen der Analysten für das Schlussquartal 2009. Entscheidend für die erwartete Richtung des Goldpreises ist bei nahezu allen Researchhäusern ihre Annahme über die zukünftige Entwicklung des Dollar. Ein schwacher Greenback würde auf die weltweite Liquidität inflationär wirken. Weil die US-Notenbank theoretisch zwar Dollar-Noten ohne Ende drucken, jedoch kein Gold herstellen kann, wäre das Edelmetall als Alternativwährung zur Leitwährung Dollar gefragt.

Inflation oder Deflation?

Eine Aufwertung des Dollar signalisierte dagegen eine Einengung der globalen Liquidität, wirkte also deflationär. Das träfe zunächst auch den Goldpreis, wenn auch weniger schlimm als andere Anlageklassen – Goldbesitzer können durch Konkurs eines Schuldners nicht enteignet werden. Gold bietet in beiden Fällen also einen gewissen Schutz.

Gegenüber Deflation gilt Inflation als das kleinere Übel. Getreu diesem Motto handelt der oberste Gelddrucker der Welt, Fed-Chef Ben Bernanke. Damit mag er erst mal durchkommen. Im Hinterkopf behalten sollte man aber die Worte des Bankiers Carl Fürstenberg: „Inflation oder Deflation sind nur zwei Fremdwörter für Pleite.“ Es sei denn, man glaubt den Verführern, die Anlegern gerade weismachen wollen, dass Bernanke & Co. noch einen anderen Weg aus dem Schlamassel finden werden.

Die folgende Tabelle zeigt, wo Goldpreis und Dollar nach Meinung von Analysten im Schlussquartal 2009 stehen werden.

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