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Jean Lemierre EBWE-Chef tritt ab

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) braucht einen neuen Chef: Der Franzose Jean Lemierre steht nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Als Nachfolger ist bislang nur ein Kandidat im Gespräch.

HB NEW YORK. Der Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), Jean Lemierre, will in Kürze abtreten. Lemierre strebe keine dritte Amtszeit an, sagte EBWE-Sprecher Anthony Williams der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag in einem Telefon-Interview. Die Amtszeit des 57-jährigen Franzosen endet am 2. Juli.

Seit Tagen wird heftig spekuliert, wer das Institut in den kommenden vier Jahren führen könnte. Die Bundesregierung schlug Finanzstaatssekretär Thomas Mirow als neuen Chef der EBWE vor. Tschechien brachte seinen Zentralbank-Chef Zdenek Tuma ins Gespräch. Deutschland ist Gründungsmitglied der 1991 in London gegründeten EBWE mit insgesamt 63 nationalen und supranationalen Anteilseignern.

Die Errichtung der EBWE war eine Antwort auf die großen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen in Mittel- und Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion. Die Bank soll in ihren dortigen 29 Einsatzländern den Übergang zu Demokratie und Marktwirtschaft unterstützen. Dazu finanziert sie zumeist über Darlehen Investitionen im privaten und im öffentlichen Sektor. Der heutige Bundespräsident Horst Köhler war einst Chef der EBWE.

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