Können Sie Chef? Die zehn wichtigsten Regeln für Manager

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Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel sind längst der Flaschenhals in Sachen Wachstum. Kein Arbeitgeber kann es sich leisten, Talente zu vergraulen und Potenzial zu verschwenden. Fakt ist aber auch: Mitarbeiter entscheiden sich für Unternehmen – und gegen ihren Chef. Falls ihnen das Mikroklima missfällt, das ihr Vorgesetzter erzeugt, suchen sie sich einen anderen Job.

Das hat gewaltige Auswirkungen auf den Führungsalltag. Als das Institut der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr knapp 2000 deutsche Personalchefs befragte, sagte jeder Zweite, dass die Bindung der Belegschaft an das Unternehmen immer wichtiger wird. Zwei Drittel aller Befragten und fast drei Viertel der Unternehmen ab 250 Beschäftigten haben ihre Führungskräfte deshalb explizit dazu verpflichtet, die Arbeitszufriedenheit der Belegschaft zu verbessern.

Schwierigen Spagat meistern

Die Manager müssen nun einen schwierigen Spagat meistern: Einerseits sollen sie führen und fordern. Also Ziele definieren, Orientierung geben, entscheiden. Gleichzeitig sollen sie die Mitbestimmung und Selbstverwirklichung der Angestellten fördern. Und das bitte schön so, dass alle ein ausbalanciertes Leben führen können und die Chefs trotz unvermeidbarer Meinungsverschiedenheiten sympathisch bleiben. Der autoritäre Gutsherrenstil, à la "Ich bin Chef, du nix", taugt nur noch für Management-Dinosaurier – und solche, die deren Schicksal teilen wollen.

Wie aber führt man Mitarbeiter richtig? Die WirtschaftsWoche hat renommierte Personalberater befragt und die jüngsten Studien von Arbeitsforschern, Organisationspsychologen und Verhaltensökonomen auswertet. Denn gerade diese Wissenschaftler haben in letzter Zeit viele Erkenntnisse darüber gewonnen, wie Führungskräfte erfolgreich werden.

Daraus haben wir die zehn wichtigsten Führungsgebote destilliert. Wer schon länger Personalverantwortung hat, dem dürfte manches vielleicht bekannt vorkommen. Wahrheiten verändern sich eben so schnell nicht. Lesen sollten Sie sie dennoch: "Die Regeln mögen manchmal trivial klingen", sagt Walter Jochmann, Mitglied der Geschäftsführung der Managementberatung Kienbaum, "aber im täglichen Einsatz fällt vielen Managern deren Umsetzung enorm schwer."

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