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Mafiajäger Orlando Europa ist "größte Geldwäscherei der Welt"

Leoluca Orlando, Ex-Bürgermeister der sizilianischen Stadt Palermo und international bekannt geworden durch seinen Kampf gegen die Mafia, fordert im WirtschaftsWoche-Interview eine bessere Kontrolle von Banken und Finanzgeschäften.

Mafiajäger Leoluca Orlando Quelle: AP

„Das Finanzsystem ist einer der wichtigsten Punkte, wo der Kampf gegen die Mafia anfangen muss.“ Dafür sei eine große Allianz notwendig, so Orlando, „zu der auch russische und deutsche Banken gehören müssen“.

Die Einführung des Euro sei zwar für Europa ein wichtiger Schritt gewesen, der viel Gutes gebracht habe, aber laut Orlando brachte der Euro auch Risiken mit sich. Orlando:

„Ich kann heute illegales Geld aus Palermo nehmen und es ohne Probleme in Frankfurt ausgeben, genauso kann ich illegales Geld aus Berlin nehmen und es in Paris ausgeben. Kontrolliert werde ich dabei kaum. Genau das macht Europa inzwischen zur größten Geldwäscherei der Welt.“

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