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Manager-Rauswürfe Die gefallenen Stars der Finanzkrise

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Gestrauchelter Schweizer Potentat: UBS-Chef Marcel Ospel

Er hielt sich selbst für unersetzbar und galt als der mächtigste Mann der Schweizer Bankenwelt. Doch die Finanzkrise kegelte auch ihn aus seinem Job: Marcel Ospel, einst Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS, musste am 1. April 2008 zurücktreten.

Ex-UBS-Chef Marcel Ospel: Quelle: REUTERS

Ospel blieb keine andere Wahl: Denn die von ihm geführte UBS musste an jenem Tag Abschreibungen in zweistelliger Milliardenhöhe bekanntgeben – zum wiederholten Mal. Die Verluste aus der Finanzkrise summieren sich für die UBS bis zu Ospels Abgang auf 40 Milliarden Franken (rund 24 Milliarden Euro).

In einem 50-seitigen Bericht rechneten die UBS-Banker Ende April 2008 penibel vor, wie es zu den hohen Verlusten kam. Im Jahr 2006 weiteten die Investmentbanker der UBS ihr Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren erheblich aus, und dieses Geschäft geriet außer Kontrolle. Zudem wollte die Bank stärker in alternative Anlagen investieren. Zu diesem Zweck gründete sie die Einheit Dillon Read Capital Management, die kräftig in Subprime-Papiere investierte. Die Einheit hatte weitgehende Freiheiten und erlitt im Zuge der Finanzkrise spektakulär Schiffbruch.

Prämie für Ospel trotz Finanzkrise

Die UBS-Aktionäre waren über Ospels Riesenverluste wenig erfreut.

Auf besondere Kritik stießen die Prämien für Manager, deren Versagen in dem UBS-Bericht hinreichend dokumentiert ist. Ospels Nachfolger Peter Kurer hatte keinen leichten Start. Denn er zählt zur „alten Garde“ des UBS-Managements. Im März 2009 gab Kurer seinen Posten auf. Sein Nachfolger Oswald Grübel versucht nun, die UBS wieder zu ihrer alten Stärke zurückzuführen.

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