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Plum Creek Timber Stehen lassen

In Nordamerika wird aufgrund der Baukrise auch weniger Holz verbaut. Die Aktie des amerikanischen Forstunternehmens Plum Creek Timber legt trotzdem weiter zu.

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Plum Creek Timber

Krise und kein Ende. In den USA sank die Zahl der Wohnungsneubauten im Juli gegenüber dem Vormonat um elf Prozent auf den tiefsten Stand seit 17 Jahren, die Baugenehmigungen brachen im Jahresvergleich um fast 18 Prozent ein. Entsprechend wird auch weniger Holz verbaut. In Nordamerika ist Holz ein wichtiges Baumaterial. Konjunktureller Gegenwind bläst außerdem der zyklischen Papierindustrie entgegen, einer weiteren wichtigen Abnehmerbranche von Holz.

Auf den ersten Blick überrascht deshalb die stabile Kursentwicklung von Plum Creek Timber. Die Aktie des amerikanischen Forstunternehmens legte binnen zwei Jahren zwischenzeitlich um bis zu 45 Prozent zu. Auch Plum Creek Timber spürt den Absturz der US-Bauindustrie, doch mit eingebautem Puffer. Denn das Unternehmen besitzt und bewirtschaftet überwiegend nur den Wald und läuft nicht ins offene Messer wie andere Holzproduzenten, die auch nachgelagerte Stufen wie etwa die Produktion von Zellulose, Papier oder Baumaterialien besetzen. Diese laufen nämlich Gefahr, auf hohen Überkapazitäten sitzen zu bleiben, wenn die Nachfrage nachlässt. Plum Creek kann die Bäume einfach stehen lassen, bis es wieder besser läuft. Und sollte die Wachstumsphase der Bäume noch nicht abgeschlossen sein, steigt auf biologischem Weg sogar noch ihr Wert.

Plum Creek Timber ist an der Börse derzeit 7,7 Milliarden Dollar wert und der größte private Waldbesitzer in den USA mit insgesamt 3,2 Millionen Hektar Land, verteilt über 18 Bundesstaaten. Die breite Streuung verhindert, dass Feuer oder andere Naturkatastrophen den gesamten Bestand zerstören. Die amerikanische Forstaktie wird rechtlich als Timberland Real Estate Investment Trust (T-REIT) eingestuft, weshalb 90 Prozent der Erträge an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Dividendenrendite liegt bei 3,7 Prozent.

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