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US-Banken Finanzmarktregulierung ausgebremst

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Hoffen auf neuen Bankenausschuss-Vorsitzenden

Nicht alle Beobachter rechnen allerdings damit, dass der scheidende Senator Dodd bei seinen Regulierungsbemühungen vor der Bankenlobby einknickt. Er könne sich auch weiterhin als Hardliner erweisen, „denn schließlich braucht er jetzt keine Wahlkampfspenden von der Wall Street mehr“, kommentierte das „Wall Street Journal“ seinen angekündigten Abgang.

Dann müsste die Finanzbranche auf Zeit spielen. Dodds Nachfolger als Chef des Bankenausschusses wird der gemäßigte Demokrat Tim Johnson aus South Dakota, der der Branche freundlicher gesinnt ist. Und die Republikaner, die gegen eine Konsumentenschutzbehörde sind, könnten bei der Zeitverzögerungstaktik mitspielen.

Kleines Zeitfenster für Reformen

Das alles lässt die Erfolgsaussichten der Finanzlobbyisten weiter steigen – was das Risiko neuer Krisen nicht kleiner macht. „Die Banken sind schon wieder besser mit Kapital ausgestattet und fühlen sich stärker“, sagt Markus Brunnermeier, Ökonomie-Professor an der Eliteuniversität Princeton. „Deshalb scheint sich das Zeitfenster für mögliche Veränderungen im Regulierungsumfeld bereits wieder zu schließen.“

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