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Verbund Vorteil für Wasserkraft

Österreichs größter Stromversorger gehört zu den profitabelsten in Europa. Zwar ist die Aktie nicht billig - sollte sich aber als krisenfest erweisen.

Verbund

Österreichs größter Stromversorger produziert fast die Hälfte des Bedarfs der Alpenrepublik. Weil in Österreich nach Volksabstimmungen sowohl die Kernkraft (1978) als auch Kohle-Großkraftwerke (1988) schon früh ausgebremst wurden, erfolgt die Stromerzeugung heute größtenteils dezentral über Hunderte kleiner Biomasse- und Gaskraftwerke, in erster Linie jedoch über Wasserkraft. Verbund produziert sogar zu 90 Prozent aus Wasserkraftwerken. Für Österreichs Versorger wächst sich dies immer mehr zum Vorteil aus: Anders als die meisten europäischen Stromversorger, etwa RWE und E.On, muss Verbund kaum Geld für CO2-Emissionsrechte zurücklegen.

Die meisten Wasserkraftwerke sind etwa 50 Jahre alt; daher sind sie weitgehend abgeschrieben und drücken nicht mehr auf den Gewinn. Zudem hat Verbund neue Projekte im In- und Ausland. So baut man derzeit mit Wettbewerber EVN ein Wasserkraftwerk in Albanien.

Zuletzt profitierte Verbund überproportional von den steigenden Strompreisen. Der Umsatz stieg 2007 um 5,6 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro; der operative Gewinn legte um 14 Prozent auf 900 Millionen Euro zu. Mit einer Marge vor Steuern und Zinsen von mehr als 30 Prozent gehört Verbund zu den profitabelsten Stromversorgern Europas. Das hat seinen Preis: Mit einem KGV von 17 ist die Aktie nicht billig. Dennoch sollte sie sich weiter als krisenfest erweisen.

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