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Weiteren Gesellschaften droht Insolvenz Pin-Gruppe kündigt massiven Stellenabbau an

Der angeschlagene Briefzusteller Pin will in den kommenden Wochen bei den meisten seiner insolventen Tochtergesellschaften "in größerem Ausmaß" Arbeitsplätze abbauen, wie der Insolvenzverwalter der Pin-Holding, Bruno Kübler, sagte. Er will zwar die gesamte Gruppe sanieren, schließt die Zahlungsunfähigkeit weiterer Gesellschaften aber nicht aus.

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Ein Zusteller des privaten Briefzustellers Pin. Bei dem angeschlagenen Unternehmen sind etliche Stellen in Gefahr. Quelle: ap

agr/HB KÖLN. Kübler sagte am Dienstag in Köln, beim Abbau der Stellen handle es sich um "notwendige Schritte zur angestrebten Sanierung der gesamten Gruppe und damit zum Erhalt zahlreicher Arbeitsplätze, die sonst nicht zu retten wären".

Wie viele der 9 000 Arbeitsplätze betroffen sind, bezifferte das Unternehmen trotz Nachfrage nicht. Insgesamt sind derzeit bereits 37 der 91 Pin-Gesellschaften mit insgesamt über 7 000 Beschäftigten zahlungsunfähig. "Diese Arbeitsplätze sind zu einem großen Teil potenziell gefährdet", sagte ein Sprecher von Kübler dem Handelsblatt. Die Insolvenz weiterer Gesellschaften schließt Kübler nicht aus. Die ersten Pin-Töchter hatten bereits im Dezember Insolvenz angemeldet. Für sie läuft Ende Februar die Zahlung von Insolvenzgeld aus. Damit müssen die Mitarbeiter frei gestellt werden.

Trotz der Schließung einzelner Regionalgesellschaften bleibe die Pin-Gruppe funktionsfähig, betonte der Insolvenzverwalter. Die Post der Pin-Kunden werde auch in Zukunft bundesweit zugestellt. "Die Zustellung der Post in den betroffenen Regionen wird über externe Dienstleister besorgt." Dazu könnte laut Küblers Sprecher auch die Deutsche Post zählen.

Pin war Ende 2007 in finanzielle Schwierigkeiten geraten, nachdem der Großaktionär Axel Springer der Gesellschaft wegen der Einführung des Mindestlohns für Briefträger den Geldhahn zugedreht hatte. Das Unternehmen gehört neben der niederländischen TNT zu größten Konkurrenten der Deutschen Post. Im Januar kündigte PIN- Vorstandschef Horst Piepenburg an, dass das Unternehmen an seine Beschäftigten den gesetzlich vereinbarten Mindestlohn zahlen wird. Dafür wurden weitere Töchter in die Insolvenz geschickt.

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Standort erkennen

    Eine bevorstehende Zerschlagung der Gruppe wies Kübler zurück. Ziel sei weiterhin eine "große Lösung" mit einem Investor für die ganze oder möglichst große Teile der Pin-Gruppe. "Es gibt weiterhin ernsthafte Interessenten, die sich bereits im Prozess der "Due Diligence' befinden." Wann mit einem Abschluss der Verhandlungen zu rechnen sei, sei allerdings noch nicht abzusehen.

    Kübler betonte, das Auslaufen des Insolvenzgeldes bei einigen der 37 insolventen Tochtergesellschaften und die damit verbundene Insolvenzeröffnung bedeute keinesfalls, dass die "große Lösung" damit ausgeschlossen sei. Auch die in der Insolvenz befindlichen Gesellschaften könnten im Falle des Verkaufs der Gruppe wieder ins bundesweite Pin-Netzwerk eingegliedert werden. "Dann könnten unter Umständen die frei gestellten Mitglieder wieder Beschäftigung finden."

    Der Manager schloss gleichzeitig auch regionale Lösungen, die eine Perspektive für einzelne Pin-Standorte bieten, nicht grundsätzlich aus. Entsprechende Angebote würden gründlich geprüft. Hier gebe es zahlreiche Interessenten.

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